Bezirk Oberfranken

Bezirksversammlung in Würgau am 20.09.2019

links: Thomas Schweida, neu gewählter stellvertretender Bezirksvorsitzender und Bezirkskassier, mitte: Peter Drescher, amtierender Bezirksvorsitzender, rechts: Markus Kestler, neu gewählter Bezirksvorsitzender

Der Bezirksvorsitzende Peter Drescher konnte zur Herbstversammlung in Würgau eine große Zahl von Delegierten, Obleuten, Fachgruppensprecher sowie Thomas Bittner als Vertreter der rjv begrüßen.

Aktuelles und Tätigkeitsberichte

Der Bezirksvorsitzende gab allen Anwesenden einen kurzen Überblick zu aktuellen Themen der Schulpolitik und Entwicklungen bei der Ausgestaltung des neuen neunjährigen Gymnasiums. Im Mittelpunkt stehe dabei momentan die Neukonzeption der Oberstufe, die in groben Zügen geplant sei und bei der es wohl ein Vertiefungsfach geben werde. Weitere Details würden aber noch festgelegt. Dieser Prozess werde vom bpv mit großem Engagement begleitet.

Im Hinblick auf die wiederholten Demonstrationen der „Fridays for Future“ Bewegung äußerte sich Peter Drescher kritisch zu den praktischen Auswirkungen auf den Schulbetrieb, z. B. bei nur doppelstündig am Freitag in der Q 12 zu unterrichtenden Fächern. Er zeigte sich daher erfreut über die jetzt deutliche Positionierung des Kultusministers. Er schlage jetzt härtere Töne im Hinblick auf das Fehlen im Unterricht an, da ja das zentrale Ziel der medialen Aufmerksamkeit für die Ziele der Demonstranten bereits erreicht sei.

Anschließend wurden die jüngst in den Medien veröffentlichten und hinterfragten, sehr guten Abiturschnitte in vielen Bundesländern und die sich daraus ergebenden Konsequenzen diskutiert. Insbesondere die verstärkten Forderungen nach einem bundesweiten, „gerechten“ Zentralabitur könnten zu einer Gefährdung des Qualitätsanspruchs des bayerischen Abiturs führen.

Der Bezirksvorsitzende Peter Drescher blickte zum Abschluss seines Tätigkeitsberichts nur kurz und kursorisch auf seine langjährige Arbeit in diesem Amt zurück. Alle Anwesenden dankten dem scheidenden Bezirksvorsitzenden für sein überragendes, von Herzblut getragenes und erfolgreiches Engagement u. a. in unterschiedlichen Arbeitskreisen sowie auf Bezirks- und Landesebene mit einem langanhaltenden Applaus.

Nach dem Bericht zur finanziellen Lage des Bezirksverbandes bescheinigten die Kassenprüfer dem Bezirkskassier eine exakte und vorbildliche Führung der Kasse und empfahlen seine Entlastung, die dann auch einstimmig erfolgte.

Neuwahlen

Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Wahlen für die Ämter auf Bezirksebene. Der bisherige Bezirksvorsitzende Peter Drescher konnte aus Altersgründen nicht mehr antreten. Als Kandidat für den Bezirksvorsitz wurde sein Stellvertreter, Markus Kestler, von mehreren Schulen vorgeschlagen. Er stellte sich allen Wahlberechtigten vor, indem er insbesondere seine bisherigen Tätigkeiten und zukünftigen Ziele für die Arbeit im bpv skizzierte. In der anschließenden Wahl wurde er bei nur einer Enthaltung von allen übrigen Wählerinnen und Wähler zum neuen Bezirksvorsitzenden von Oberfranken gewählt.

Als Stellvertreter wurde Thomas Schweida mit einem identischen Ergebnis gewählt. Er wird zudem sein bisheriges Amt als Bezirkskassier weiter ausüben, was von der Bezirksversammlung einstimmig und dankbar unterstützt wurde. Jochen Späth und Richard Scheder werden das Amt als Kassenprüfer auf Wunsch der Wahlberechtigten ebenfalls weiter wahrnehmen. Peter Drescher dankte allen Kandidaten für ihr Engagement und beglückwünschte sie zur erfolgreichen Wahl.

Beratung der Anträge und Diskussion

Die Anträge für die Hauptversammlung in Nürnberg wurden intensiv beraten und darüber abgestimmt. Zudem wurden verschiedene Themenbereiche, wie z. B. Persönlichkeitsrechte und Datenschutz bei der Nutzung von digitalen Infoportalen an den Schulen oder die Belastung der Kollegien durch die Wahrnehmung von Elternzeit, intensiv diskutiert.

Mit einem großen Dank an alle Anwesenden für ihre engagierte Mitarbeit und die konstruktiven Beiträge beendete der Bezirksvorsitzende Peter Drescher die Bezirksversammlung.


Markus Kestler

Bezirksversammlung in GroßheirGroßheirath


Bezirksversammlung des bpv-Oberfranken in Großheirath

Anfang April fand die zweitägige Bezirksversammlung des bpv-Oberfranken in Großheirath statt. Neben den Delegierten, Obleuten, Fachgruppenleitern, Personalräten und Referenten hieß der Bezirksvorsitzende Peter Drescher besonders unser Ehrenmitglied Alfons Neudecker und den Seniorenvertreter Hubert Wicklein herzlich willkommen.


Bericht des Bezirksvorsitzenden

Peter Drescher gab einen kurzen Überblick zu den zahlreichen Terminen, die er wahrgenommen habe. Dazu zählten u.a. die traditionelle Bamberger Mitgliederversammlung, auf der auch wieder einige Mitgliederehrungen durchgeführt werden konnte. Auch beim Bildungsbeirat sei er aktiv gewesen und habe den Hauptvorstand bei verschiedenen Gelegenheiten vertreten.

Peter Drescher bezeichnete die mittlerweile begonnene Wiedereinführung des G9 als einen Riesenerfolg des Verbandes. Es seien aber noch einige offene Fragen zu klären, wie z. B. die Umsetzung der “Überholspur” und die Gestaltung der neuen Oberstufe. Hierbei sollte es die Möglichkeit einer Profilierungsoption geben, die für den einzelnen Schüler einen echten Mehrwert darstelle, ohne zu einer Überfrachtung zu führen.
Die personelle Veränderung an der Spitze des KM habe zunächst eine Findungsphase der neuen Verantwortlichen erfordert. Grundsätzlich bewertete der Bezirksvorsitzende die Zusammenarbeit als sehr vielversprechend. Ein Problem stelle aber die Übernahme des Vorsitzes im Bildungsausschuss durch ein Mitglied der AfD-Fraktion.


Aktuelles zur Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums

Der Verbandsvorsitzende Michael Schwägerl freute sich, vor den Teilnehmern der oberfränkischen Bezirksversammlung sprechen zu können. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand der Weiterentwicklungsprozess des bayerischen Gymnasiums. Er wies auf die intensiven Kontakte zum neuen Minister hin, der seine Arbeit mit einem ausgeprägten Optimismus angegangen sei. Das KM habe in seiner Arbeit freie Hand, es gebe dabei wenig politischen Einfluss.

Das bereits in den Jahrgangsstufen 5 und 6 eingeführte neunjährige Gymnasium werde in den Unterschieden erst sehr langsam zu spüren sein. Der vorgesehenen “Überholspur” solle man eine Chance geben, dass sie u.a. auch einige Vorteile wie kleine Gruppengrößen, Stundenkontingente mit sich brächte. In zwei Jahren würden dafür die ersten Beratungen für Schülerinnen und Schüler stattfinden. Dabei sei es gut zu überlegen, wen man diese Form empfehlen solle und welche Anreize es geben könne.

Die Gestaltung 11. Jahrgangsstufe sei noch relativ unklar. Erst nach der weitergehenden Konzeption der Klassen 12 und 13 sei diese endgültig darstellbar. Momentan gebe es diesbezüglich einen intensiven Gesprächsprozess. Es gelte ein Gleichgewicht zwischen starrer Festlegung und maximaler Wahlfreiheit zu finden. Die im G8 vielfach beklagte Schwächung der Naturwissenschaften solle dabei revidiert werden. Eine größere Gleichwertigkeit der Fächer stehe dabei ebenso im Raum, wie die Wahl von zwei Vertiefungsfächern mit jeweils 5 Unterrichtsstunden. Die Wahlmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler sollten ausgebaut werden. Auch die Regelungen bezüglich der Abiturprüfungsfächer sei noch in der Diskussion. Die Beibehaltung von Deutsch und Mathematik als für alle verpflichtend schriftliche Prüfungsfächer sei so wahrscheinlich nicht haltbar. Die Zukunft des bisherigen W-Seminars sei noch unklar. Es solle nach Möglichkeit beibehalten werden, stehe aber in einem gewissen Konflikt zur Einführung der Vertiefungsfächer. Grundsätzlich werde sich aber viel bei der Gestaltung der Oberstufe im Sinne der Verbandspositionen erreichen lassen.

Die bis 2025 benötigten 1000 zusätzlichen Stellen seien momentan “auf Eis gelegt”. Nur was konkret im Koalitionsvertrag stehe, werde auch umgesetzt.

Die durch die Digitalisierungsinitiative des Bundes zur Verfügung stehenden Mittel könnten wegen einer fehlenden Deckungsgleichheit zwischen Bundes- und Landesprogrammen wohl nur verzögert für benötigte Finanzierungen herangezogen werden.

Im Anschluss an die Ausführungen des Verbandsvorsitzenden entwickelte sich eine sehr engagierte und profunde Diskussion in der Bezirksversammlung zu dem Gehörten und weiteren grundsätzlichen Fragen zur Zukunft des bayerischen Gymnasiums.


Aktuelles aus der Berufspolitik und dem HPR

Hauptpersonalrätin Dagmar Bär informierte die Anwesenden zunächst über die vorgesehenen Gehaltserhöhungen, die rückwirkend zum 01.01.19 umgesetzt würden. Auch das Weihnachtsgeld bleibe erhalten und nehme an den Erhöhungen teil, ebenso die Pensionen. Für Referendare werde ebenfalls mehr getan. Eine “Bürgerversicherung” werde es in Bayern auch in Zukunft nicht geben.

Im Bereich der schulischen Funktionen konnten Verbesserungen erreicht werden. So sei z. B. eine Unterschreitung der für eine Funktion benötigten Wochenstundenzahlen um bis zu 20% als Übergangslösung festgelegt worden. Im Sinne einer vorausschauenden Planung könnten auch zusätzliche Mitarbeiterstellen in der Schulleitung besetzt werden. Stellen für Oberstufenkoordinatoren und Systembetreuer seien bereits ein Jahr im Voraus ausschreibbar, damit die benötigte Einarbeitung auch mit einer gesicherten Funktionsübertragung einhergehe.

Zur Förderung der Lehrergesundheit solle ein arbeitsmedizinisches Institut gegründet werden, das u. a. Ansprechpartner für Schulleitungen in jedem Bezirk beinhalte. Insgesamt werde die Thematik in der Öffentlichkeit nicht wirklich wahrgenommen.

Die Staatsregierung plane eine Entfristung und mögliche Überführung in eine verbeamtete Planstelle für langjährig befristete Aushilfslehrkräfte. Dagmar Bär beklagte, dass hierbei die Komplexität der Thematik nicht wirklich ausreichend beachtet werde. Zur Schaffung der Planstellen würden Aushilfsmittel für Schulen gekürzt. Als grundsätzliche Voraussetzung für die Übernahme werde u. a. ein Gesamtnotendurchschnitt von erstem und zweitem Staatsexamen von besser als 3,50 gefordert. Daneben dürfe die Initiative nicht zu Lasten des aktuellen Prüfungsjahrganges bzw. der Warteliste gehen.

Dagmar Bär gab noch einige Hinweise zu Personalplanung für das nächste Schuljahr und verwies auf die entsprechenden Hinweise des HPR. So sei z. B. die Teilzeitmöglichkeit in den Fächern Musik, Kunst und Informatik eingeschränkt.

Abschließend wies sie noch auf das Konzept “Fachlichkeit und Führung” für die Fachbetreuungen hin, zu dem auch eine Handreichung des ISB vor der Veröffentlichung stehe.

v.l.n.r.: Dagmar Scheder, Jochen Späth, Wilhelm Geuther, Annelie Heußel, Rudolf Klotz, der Bezirksvorsitzende Peter Drescher


Ehrung verdienter Mitglieder

Im Rahmen der Klausurtagung ehrte der Bezirksvorsitzende StDin a.D. Dagmar Scheder, StD a.D. Wilhelm Geuther (langjähriger Delegierter) sowie StD a.D. Jochen Späth, (langjähriger Delegierter, stellvertretender Bezirksvorsitzender und -kassier) jeweils für ihre 40-jährige Mitgliedschaft.
StDin a.D. Amelie Heußel erhielt eine Urkunde für 50-jährige, StD a.D. Rudolf Klotz für 60-jährige Mitgliedschaft im Verband.
Der Bezirksvorsitzende würdigte das Engagement der Geehrten für unser Gymnasium und den Verband. Er hoffe, dass alle dem bpv auch in Zukunft die Treue hielten und sich somit für das Wohl der Schülerinnen und Schüler einsetzten.


Bemerkenswertes zur Schulpolitik in Deutschland

Der langjährige Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes (DPhV) und jetzige Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), Heinz-Peter Meidinger gab einen sehr informativen Einblick in aktuelle Themenfelder der deutschen Bildungspolitik.

Nach einer kurzen Vorstellung seiner Person und seines beruflichen bzw. verbandspolitischen Werdegangs ging er auf die Rolle des Deutschen Lehrerverbandes (DL) in der bildungspolitischen Diskussion ein. Entscheidend sei hier seine Wirksamkeit auf medialer Ebene im Einsatz für ein gegliedertes Schulwesen. Über gute Kontakte zu Presse und Fernsehen sowie zu den Kultusministerien könne hier viel Positives bewirkt werden.
In vielen Bundesländer führe der durch einen z. T. eklatanten Lehrermangel hervorgerufene Rückgriff auf nicht pädagogisch hinreichend qualifizierte Quereinsteiger letztlich zu einer zunehmenden Deprofessionalisierung und Entwertung des Lehrerberufs. Dem sei entschieden entgegenzutreten. Auch wenn sich in unserem Bundesland die Situation anders darstelle, könne sich Bayern nicht völlig Entwicklungen im Bund entziehen. Dies gelte auch für die starke Forderung nach einer “Vereinheitlichung” der Lehrämter bei gleicher Bezahlung aller Lehrkräfte. In einigen Bundesländer sei dies z. T. schon umgesetzt. Weitere wichtige Themen seien das Abitur und sein Stellenwert sowie die praktische Umsetzung der Inklusion an Schulen.

In Bayern spiele Lehrermangel momentan an Grund-, Förder- und Beruflichen Schulen eine Rolle. Die Ursachen hierbei seien unterschiedlich: im Bereich der Grundschulen spielten hier u.a. steigende Kinderzahlen sowie die Folgen der Flüchtlingswelle 2015 eine Rolle. Während in Bayern praktisch kaum Quereinsteiger ohne pädagogische Qualifikation berücksichtigt würden, sehe dies in der übrigen Bundesrepublik häufig anders aus. Heinz-Peter Meidinger warnte in diesem Zusammenhang noch einmal eindringlich vor den negativen Folgen für die Kinder durch diese “fatale Deprofessionalisierung und Abwertung des Lehrerberufs”.
Die Ergebnisse der Arbeitszeitstudie lägen leider noch nicht vor, da sich die Auswertung aufgrund der Komplexität der Materie verzögert habe. Nach ihrem Vorliegen müssten die Ergebnisse aber effektiv in den Medien präsentiert werden. In den verschiedenen Bundesländern werde es hier sicherlich unterschiedliche Strategien geben.

Es gelte grundsätzlich alle Chancen für Gehör in der Öffentlichkeit zu nutzen, z. B. im Hinblick auf Leistungsanforderungen, Qualität in der Bildung etc.

Die insgesamt guten Arbeitsbedingungen für Gymnasiallehrkräfte in Bayern seien zu einem großen Maße der Arbeit des Verbandes zu verdanken.

Im Anschluss an die Ausführungen wurde u. a. die Vergleichbarkeit und Bedeutung des Abiturs als Zulassungsvoraussetzung für die Universität diskutiert.


Gedanken zur Lehrergesundheit

Hauptpersonalrätin Rita Bovenz konnte den Teilnehmern der Bezirksversammlung in Ihrem Vortrag wichtige Überlegungen und Impulse für eine gesundes und starkes Arbeiten und Leben als Lehrerin und Lehrer mitgeben. “7 Grundprinzipien für ein zufriedenes Leben mit einem starken Ich” sowie “Mental stark im Lehrberuf” waren Ihre Ausführungen überschrieben. Sehr engagiert und mit ausgezeichneter Sachkenntnis vermittelte Rita Bovenz, was für ein gelingendes Wirken als Lehrer bei gleichzeitig guter Gesundheit und Lebensfreude wichtig sei.

Zum Abschluss dankte der Bezirksvorsitzende Peter Drescher allen Referentinnen und Referenten für Ihre Beiträge und allen Anwesenden für ihren engagierten und konstruktiven Beitrag zum Gelingen der Bezirksversammlung.

Markus Kestler

Mitgliederversammlung in Bamberg 2019

Mitgliederversammlung in Bamberg

Für den 27. Februar 2019 hatten die Bamberger Delegierten des bpv zu ihrer traditionellen Mitgliederversammlung eingeladen. Viele aktive und einige zu ehrende Mitglieder und Senioren, das älteste Bamberger Mitglied, StD a.D. Theo Gulden, und die Hauptpersonalrätin und Rechtsschutzreferentin StDin Ina Hesse, konnte der Bezirksvorsitzende Peter Drescher des bpv-Oberfranken begrüßen. Er zeigte sich über die große Resonanz sichtlich erfreut.


Tätigkeitsbericht des Bezirksvorsitzenden

In seinem Kurzbericht ging der Bezirksvorsitzende zuerst auf den Erfolg durch die Einführung des neuen neunjährigen Gymnasiums ein. Derzeit sei die Ausgestaltung der neuen Oberstufe Gegenstand intensiver Diskussionen und Beratungen, an denen der bpv maßgeblich beteiligt ist. Ein Ziel hierbei sei die Etablierung von zwei Vertiefungsfächern. Insgesamt sei ein Konzept mit Maß und Ziel wichtig, das u. a. die Schüler nicht mit zu vielen Unterrichtsstunden überfordere. Die Direktorenvereinigung lege Wert auf ein einfaches System für die kommende Oberstufe, damit auch kleine Gymnasien dies organisatorisch problemlos bewältigen könnten.
Die Bedeutung der “Überholspur”, bei der die 11. Klasse ausgelassen werden könne, wurde ebenfalls vom Bezirksvorsitzenden betont.

Die erstmalige Leitung des Kultusministeriums durch Prof. Piazolo von den Freien Wählern sei aus Sicht des Verbandes unproblematisch, da der neue Minister für das Gymnasium und ein gegliedertes Schulsystem eintrete. Sehr bedenklich sei allerdings der Vorsitz des kulturpolitischen Ausschusses durch einen Abgeordneten der AfD.

Abschließend wurde noch das Thema Digitalisierung in seinen wesentlichen Aspekten kurz beleuchtet.


Aktuelles aus dem Hauptpersonalrat

Hauptpersonalrätin Ina Hesse gab in ihrem Vortrag einen Überblick zu aktuellen Themen ihrer Arbeit. Zunächst ging sie auf die bundesweit angelegte Arbeitszeitstudie ein, die Anfang des Jahres 2018 durchgeführt wurde. In Bayern gab es dabei eine hohe Beteiligung. Aufgrund der Komplexität der unterschiedlichen Schulsysteme sei bisher die Auswertung u. a. durch die Universität Rostock aber noch nicht abgeschlossen.

Die mittlerweile abgeschlossene Beurteilung 2018 sei momentan ein wichtiges Arbeitsfeld des HPR, da viele Kolleginnen und Kollegen Beratungsbedarf diesbezüglich hätten. Ina Hesse erklärte den weiteren Ablauf in der Bearbeitung der Beurteilungen bis zum Abschluss des Verfahrens. Im kommenden Herbst würden die neuen Beurteilungen dann auch für die dann anstehenden Beförderungen herangezogen.

Im Bereich der Fachbetreuungen gewinne das Konzept ,,Fachlichkeit und Führung”, zu dem vor kurzem auch ein Expertengespräch des bpv mit Verantwortlichen des KM und ISB in Nürnberg stattfand, immer mehr an Bedeutung. Im Mittelpunkt stehe dabei ein kollegialer und partizipativer Führungsstil in den einzelnen Fachschaften.
Zur intensiven Einarbeitung sei im Bereich der Oberstufenkoordinatoren und der Systembetreuer auch eine vorgezogene Funktionsübertragung möglich, so dass für die ausgewählten Kandidaten Sicherheit bei der Übernahme der neuen Tätigkeit bestünde.


Ehrung verdienter Mitglieder


Mehrere Kolleginnen und Kollegen konnten vom Bezirksvorsitzenden geehrt werden: Für 40 Jahre treue Mitgliedschaft im bpv wurden geehrt: Maria Haken-Krell, Dagmar Raab, Ottmar Geuß, Werner Heikenwälder, Rainer Hofmann, Detlef Palt, Erhard Pflaum, Klaus Walter.

Für 50 Jahre in Silber wurden geehrt: Heinrich Dobrzanski, Alfred Kotschenreuther, für 60 Jahre Mitgliedschaft in Silber wurde geehrt: Helmut Hoh


Der Bezirksvorsitzende würdigte das Engagement der Geehrten für unser Gymnasium und den Verband. Er hoffe, dass alle dem bpv auch in Zukunft die Treue hielten und sich somit für das Wohl der Schülerinnen und Schüler einsetzten.


Markus Kestler