Beförderung und Funktionen

Stand 2021


ÄNDERUNGEN IM FUNKTIONENKATALOG - ERFOLG DES HPR

Am Funktionenkatalog für die Gymnasien und dem dazugehörigen Merkblatt (siehe Linkleiste links im Bild) wurden einige erfreuliche Veränderungen vorgenommen:

Auf Initiative des HPR – Gruppe der Lehrer an Gymnasien – wird als inhaltliche Änderung die Möglichkeit der um ein halbes Jahr vorgezogenen Ausschreibung der Funktionen "Oberstufenkoordinatior/in" und "Systembetreuer/in" möglich gemacht. Das bedeutet, dass ein Nachfolger schon sicher weiß, ob er die Funktion erhalten wird und damit eine sinnvolle Einarbeitung möglich wird. Bisher war es so, dass die Vergabeentscheidung immer erst kurz vor der bevorstehenden Vakanz, manchmal erst danach, stattfand. In der Zwischenzeit musste eine Einarbeitung "auf Verdacht" stattfinden, die Funktion war nicht gesichert. Der HPR hat bezüglich dieser beiden zentralen Funktionen damit die Möglichkeit geschaffen, dass keine abrupten Personalwechsel stattfinden müssen, durch die die Erfüllung zentraler Aufgaben in der Schule gefährdet werden könnten. Eine Verpflichtung zur vorzeitigen Ausschreibung und Weiterleitung an das KM besteht gleichwohl nicht.

Damit ist nach der Einführung einer neuen Funktion „Koordination der Ganztagsschulangebote an der MB - Dienststelle“ (Funktionsnummer 0270) im Herbst 2015 und der Funktion "Koordination Berufliche Orientierung" (Funktionsnummer 8038) zum Schuljahr 2018/19 eine weitere wichtige Verbesserung für die Kolleginnen und Kollegen in Kraft getreten. Die Hauptpersonalrätinnen, deren Vorschlag von der Gymnasialabteilung gerne aufgenommen wurde, freuen sich über die positive Veränderung,

BEURTEILUNGSRICHTLINIEN und ERWEITERTE SCHULLEITUNG

im Zusammenhang mit der sukzessiven Einführung der erweiterten Schulleitung mussten aus Sicht des Kultusministeriums (KM) neben verschiedenen anderen Verwaltungsvorschriften (z.B. LDO, KMBek zum Mitarbeitergespräch) auch die Beurteilungsrichtlinien angepasst werden. Sie können auf den Seiten des KM unter Lehrer --> Dienst- und Beschäftigungsverhältnis --> Beurteilungsrichtlinien & Mitarbeitergespräch heruntergeladen werden. ...mehr [188 KB]

Grundsätzlich gibt es an den staatlichen Gymnasien in Bayern zwei wesentlich verschiedene Arten von Beförderungen:

Beförderungen auf im Staatshaushalt explizit ausgewiesene Funktionsstellen wie z.B. Schulleiter und Stellvertreter

Hier erfolgen die Beförderungen grundsätzlich mit der Übertragung des Amtes, wegen der Wiederbesetzungssperre von derzeit 3 Monaten aber mit entsprechender Verzögerung.

Zusätzlich ist das Leistungslaufbahngesetz (LlbG) zu beachten. Gemäß Art. 17 Leistungslaufbahngesetz muss nach einer erfolgten Beförderung eine Mindestwartezeit von einem Jahr eingehalten werden, bevor eine erneute Beförderung erfolgen kann. Die normale Wartezeit bei Beförderungen beträgt drei Jahre.

Bei Stellvertretern hängt die Wartezeit von A 14 nach A 15 auch noch vom Wert der Beurteilung zum Zeitpunkt der Ernennung zum Stellvertreter ab: 4 Jahre bei BG und besser, 5 Jahre bei UB. Die ruhegehaltsfähige Stellvertreterzulage gibt es drei Jahre nach der Beförderung nach A 15.

Wenn die Beförderung nach A15 oder A15 Z mit der Bestellung zum Schulleiter zusammentrifft, kann die Ernennung nach A16 erst 12 Monate später erfolgen.

Hinzu kommt laut Art. 17 LlbG eine Erprobungszeit auf einem höher bewerteten Dienstposten von mindestens drei Monaten. Wer also zum Zeitpunkt der Bestellung zum Schulleiter bereits 3 Jahre in A15 oder A 15 Z war, kann nach Ablauf der drei Monate Erprobungszeit (zuzüglich eventueller zusätzlicher Zeiten von Stellensperrungen z.B. wegen der Altersteilzeit) mit der Beförderung nach A16 rechnen.

Beförderungen nach A 14 bzw. nach A 15 bei Ausübung einer im Funktionenkatalog explizit ausgewiesenen Funktionsstelle wie Fachbetreuer, Stufenbetreuer, usw.

Da es hier viel mehr Bewerber als freie Beförderungsstellen gibt, muss eine Reihenfolge der zur Beförderung Anstehenden festgesetzt werden. Dies erfolgt mit Hilfe einer Formel, in der eine Mindestwartezeit, das Ergebnis der letzten Beurteilung und bei der Beförderung zum Studiendirektor die Wertigkeit der ausgeübten Funktion sowie der Zeitraum der Funktionsausübung berücksichtigt werden. Die sich damit ergebende fiktive Beförderungswartezeit führt zu einem fiktiven Beförderungsdatum (i. d. R. jeweils gerechnet ab Verbeamtung auf Lebenszeit bzw. ab Beförderung nach A14). Befördert wird immer dann, wenn genügend freie und besetzbare Stellen der entsprechenden Besoldungsgruppe vorhanden sind. Das tatsächliche Beförderungsdatum kann somit früher oder später als das fiktive Beförderungsdatum liegen.

Zur unverbindlichen Berechnung des eigenen fiktiven Beförderungsdatums finden Sie unter Beförderungsrechner Excel-Programme zum Download.


Wichtige Informationen zur periodischen Beurteilung