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September 2025: 905 feste Neueinstellungen an den bayerischen Gymnasien

Zum neuen Schuljahr gibt es 905 Neueinstellungen an den bayerischen Gymnasien – Volleinstellung in allen Fächern 

Von 549 Bewerbern aus dem aktuellen Jahrgang und 572 freien Bewerbern erhielten 905 eine Planstelle, insgesamt wurden 1074 Angebote unterbreitet. 53 wurden von der Warteliste eingestellt. 

Von diesen insgesamt 1191 Bewerbern erhielten 1074 (90,2%) ein Angebot (inkl. Nachrücker), 905 (85%) nahmen es an. 32 Planstellen konnten zusätzlich im  Bereich der Beruflichen Oberschulen und Wirtschaftsschulen für Gymnasiallehrer geschaffen werden.

Insgesamt konnte allen Bewerbern, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllten (u.a. Einstellungsnote 3,50) und eine landesweite Bewerbung übermittelt hatten, ein Angebot gemacht werden. Vor allem freien Bewerbern konnte vereinzelt kein Angebot unterbreitet werden, weil sie ihre Bewerbung nur auf wenige Schulstandorte beschränkt hatten, an denen jedoch kein Bedarf in ihrer Fächerverbindung war.  

Damit herrscht nun auch am Gymnasium in allen Fächern Volleinstellung und auch etliche Bedarfe an den Schulen, v.a. in den Naturwissenschaften, konnten nicht fachspezifisch, sondern durch andere Fächer gedeckt werden. Hatte eine Schule also beispielsweise eine Lehrkraft für Mathematik und Informatik angefordert, konnte es sein, dass sie eine Lehrkraft mit Sport und Englisch zugewiesen bekommen hat (weil niemand mit M/Inf vorhanden war) und nun intern verschieben muss. 

Nicht der ganze Bedarf kann durch Einstellungen gedeckt werden 

Weil die Situation im Sommer 2025 absehbar war, wurden schon im Vorfeld Maßnahmen getroffen, um mit der gegenüber dem höheren Bedarf wegen der zusätzlichen Jahrgangsstufe geringeren Bewerberzahl umzugehen. So müssen die Schulen in diesem Jahr mit einem kleineren Budget planen (bedeutet u.a. größere Klassen, weniger Angebot), die Schulen erhielten mehr Mittel für Aushilfskräfte und es wurde massiv um Teilzeitaufstockungen geworben. 

Sehr kleiner Absolventenjahrgang – 65 Quereinsteiger – langfristig kann Bedarf nicht durch eigene Absolventen gedeckt werden 

Auch wenn die Zahl der Absolventen etwas gestiegen ist (2024: 433 Absolventen), so reichten die knapp 550 Bewerber jedoch bei weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken. Umso wichtiger ist es, den Lehrberuf für junge Menschen attraktiver zu machen, sodass die Referendarszahlen wieder steigen, denn momentan geht die Lehrerbedarfsprognose davon aus, dass bis 2035 jährlich 250-300 Lehrkräfte aus dem aktuellen Jahrgang am Gymnasium fehlen. Das Bayerische Gymnasium kann also durch die Ausbildung von Referendaren den eigenen Bedarf langfristig nicht sichern. Die leichte Steigerung bei den Absolventen liegt auch an den Quereinsteigern, von denen 65 im neuen Schuljahr als Gymnasiallehrkraft arbeiten. 

Schulen in freier Trägerschaft besonders betroffen 

Besonders hart trifft die beinahe Volleinstellung beim Freistaat die kommunalen und privaten Gymnasien. Nachdem diese keine „eigenen“ Lehrkräfte ausbilden, sind sie auf die staatlichen Absolventen angewiesen, erfüllen diese Schulen doch ebenso den staatlichen Bildungsauftrag. Wenn nun alle oder fast alle Lehramtsassessoren ein staatliches Angebot bekommen, können freie Stellen außerhalb der staatlichen Gymnasien mitunter nicht besetzt werden.  

 
Im Folgenden sind die Einstellungszahlen und die Grenzschnitte für die einzelnen Kombinationen aufgeführt:

 

 

 

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