Personalratswahlen an der FOSBOS
Wählen heißt mitbestimmen
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Darum geht‘s bei den Personalratswahlen
Personalrätinnen und Personalräte vertreten Ihre Interessen und Bedürfnisse, wenn es zu außergewöhnlichen Situationen kommt:
- Sie helfen, Ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern
- Sie beraten und unterstützen Sie bei dienstlichen Fragen
- Sie sichern die Mitbestimmung in schulischen und übergeordneten Entscheidungen
Ihre Personalvertreterinnen und Personalvertreter wirken dabei auf drei Ebenen: Direkt bei Ihnen an der Schule, auf Bezirksebene und auf der Landesebene — im kontinuierlichen Dialog mit dem Kultusministerium. Aus diesem Grund werden im Rahmen der Personalratswahlen 2026 auch drei verschiedene Gremien gleichzeitig gewählt:
- Örtlicher Personalrat (ÖPR) an Ihrer Schule
- Bezirkspersonalrat (BPR) am Landesamt für Schule
- Hauptpersonalrat (HPR) beim Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus
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Die Aufgaben der Personalrätinnen und -räte
Örtlicher Personalrat (ÖPR)
- Mitbestimmung, Mitwirkung und Beratung mit der Schulleitung bei innerschulischen Vorgängen
- Einsatz für Problemfälle an der örtlichen Schule
- Gerechte Stunden- und Aufgabenverteilung
- Beratung der örtlichen Lehrkräfte
- Zusammenarbeit mit dem HPR bei Funktionsübertragungen, Beförderungen und Versetzungen
Bezirkspersonalrat (BPR)
- Vertretung der Lehrkräfte und Verwaltungsangestellten im Beschäftigungsverhältnis (befristet und unbefristet) an Gymnasien, Realschulen und FOSBOS
- Mitwirkung bei den Vertragsgestaltungen, Einstellungen, Ein- und Höhergruppierungen, Beurlaubungen und Kündigungen
Hauptpersonalrat (HPR)
- Einsatz für gerechte und faire Einstellungen, Beförderungen, Versetzungen und Abordnungen sowie Beurteilungsrichtlinien
- Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen
- Wahrung der Rechte der Beschäftigten aller Schulen in puncto geltende Gesetze, Verordnungen, Tarifverträge etc.
- Beratung des Örtlichen Personalrats und des Kollegiums
- Mitbestimmung bzw. Mitwirkung bei Maßnahmen des Ministeriums, Initiativanträge, Abschluss von Dienstvereinbarungen
- Einsatz für die Belange der Beschäftigten beim Dienstherrn durch Recht auf Anhörung auch bei Punkten, die nicht der Mitbestimmung unterliegen
- Abstimmungen und Verhandlungen mit dem Kultusministerium
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Wer wählt welchen Personalrat?
Je nach Ihrer Position an Ihrer Beruflichen Oberschule haben Sie unterschiedlich viele Wahlberechtigungen. Die Anzahl Ihrer Stimmen variiert ebenfalls (siehe Grafik unten).
Am Wahltag verhindert? Nutzen Sie die Briefwahl!
Sind Sie zwischen dem 23. – 25. Juni 2026 an der Stimmabgabe in Ihrer Schule verhindert oder Sie bevorzugen die Briefwahl? Dann nutzen Sie unbedingt die Briefwahlmöglichkeit. Bitte wenden Sie sich an Ihren örtlichen Wahlvorstand. Er händigt Ihnen auf Wunsch Ihre Briefwahlunterlagen noch bis 23. Juni 2026 aus. Bitte beachten Sie die Postlaufzeit, falls Sie Ihren Wahlbrief nicht persönlich in der Schule abgeben. Der Wahlbrief muss spätestens zum Ende der Stimmabgabe beim Wahlvorstand eingegangen sein.
Machen Sie von Ihrem Mitspracherecht Gebrauch und wählen Sie. Jede Stimme zählt!
So wählen Sie richtig!
- Als Lehrkraft oder Verwaltungsangestellte haben Sie 2 Stimmen für Ihre jeweilige Gruppe im HPR. (Bei der BPR-Wahl haben angestellte Lehrkräfte ebenfalls 2 Stimmen, Verwaltungsangestellte dagegen sogar 5 Stimmen.)
- Alle Stimmen müssen innerhalb einer Liste vergeben werden — sonst ist der Stimmzettel ungültig (kein Panaschieren!).
- Mit einem Kreuz am Kopf der Liste teilen Sie den ersten Listenkandidaten je eine Stimme zu.
- Bei der HPR-Wahl können Sie einer Person maximal 2 Stimmen geben. (Bei der BPR-Wahl sind es für die angestellten Lehrkräfte ebenfalls maximal 2 Stimmen, für Verwaltungsangestellte dagegen sogar bis zu 3 Stimmen pro Person.)
Wichtig: Verschenken Sie keine Stimme!
Bitte alle Stimmen auf nur einer Liste verteilen, sonst ist der Stimmzettel ungültig.
Unsere Kandidaten
An den Beruflichen Oberschulen (FOSBOS) unterrichten zum großen Teil Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer. Für ihre spezifischen Belange und Interessen setzen sich unsere bpv-Kandidatinnen und -Kandidaten ein. Sie kennen den Arbeitsalltag an den Beruflichen Oberschulen mit den über die Jahre gestiegenen Belastungen durch ihre eigene Unterrichtstätigkeit.
Die bpv-Kandidatinnen und -Kandidaten treten in der Gruppe der Lehrer an beruflichen Schulen auf einer gemeinsamen Liste mit dem VLB (Verband der Lehrkräfte an beruflichen Schulen) bei der HPR-Wahl an.
Liste 1 — Kennwort: VLB — Verband der Lehrkräfte an beruflichen Schulen
Ralf Geistert -
Listenplatz 9
*1962, StD, D/G
Staatliche FOS München-West
“Ich kandidiere für den bpv, weil die Fachoberschule eine starke Vertretung braucht.”
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©Andreas Gebert / bpv
Katharina Geyer-Kornblum -
Listenplatz 76
*1986, StRin, D/G/PuG
Staatliche FOS und BOS Bayreuth
“Ich kandidiere für den bpv, weil ich aktiv Entscheidungen und Bedingungen beeinflussen kann, die den Arbeitsalltag vieler Kollegen betreffen.”
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©privat
Winfried Rehse -
Listenplatz 33
*1970, OStR, M/Ph
Staatliche FOS und BOS Aschaffenburg
“Ich kandidiere für den bpv, weil ich mich für bessere Arbeitsbedingungen an der FOSBOS einsetzen möchte.”
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©privat
Jochen Weber -
Listenplatz 67
*1971, StD, M/Sm
Hans-Leipelt-Schule, Staatliche FOS und BOS Donauwörth
“Ich kandidiere für den bpv, weil ich mich für die Belange der FOSBOS einsetzen möchte.”
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©privat
Dafür stehen wir - unsere 5 Forderungen zur Hauptpersonalratswahl 2026
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1. WENIGER FORMULARE! Mehr Zeit für Menschen
Zu viel Verwaltung, zu viele unnötige Prozesse, zu viele ineffektive Praktiken: Lehrerinnen und Lehrer benötigen mehr pädagogische Freiheit statt Formularpflicht, die konsequente Fortsetzung der Entbürokratisierungsinitiative des Ministeriums und weniger regulatorische Kontrolle — für guten Unterricht und die pädagogische Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.
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2. FÜR MEHR VERTRAUEN in unsere Lehrkräfte
Lehrerinnen und Lehrer sind keine staatlich eingesetzten Lehr- und Prüfmaschinen. Die individuelle Gestaltungsfreiheit bei der Auswahl der pädagogischen Mittel, der zeitlichen Einteilung und individueller Prüfungsformate muss den Lehrkräften überlassen werden. Jede Lehrerin und jeder Lehrer soll die Freiheit erhalten, ihre oder seine individuelle Lehrerpersönlichkeit und das eigene Professionswissen bestmöglich einzusetzen.
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3. EURE GESUNDHEIT ist relevant!
Lehrergesundheit ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für guten Unterricht. Nach einer ehrlichen Bestandsaufnahme fordern wir verbindliche und tiefgreifende Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheit von Lehrkräften. Dazu zählen unter anderem praxisnahe Beratungs- sowie Unterstützungsangebote, De-Implementierungskonzepte, eine ehrliche Erfassung von Mehrarbeit und faire Ausgleichsmechanismen.
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4. GEGEN EINSPARUNGEN im Bildungsbereich
Die jüngsten Sparbeschlüsse von Staatsregierung und Landtag sind ein Schlag ins Gesicht der Lehrkräfte, die sich unter großer Kraftanstrengung mit lokalen Lösungen jahrelang für die Unterrichtsversorgung trotz personeller Unterdeckung eingesetzt haben. Anstelle solch demotivierender Maßnahmen brauchen Lehrerinnen und Lehrer die Anerkennung ihrer Leistungen, faire Beförderungsaussichten, die Rücknahme der Einsparungen sowie eine verlässliche Personalversorgung.
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5. Faire ARBEITSBEDINGUNGEN für Voll- und Teilzeit
In Zeiten von anhaltendem Lehrkräftemangel, stetig steigenden Arbeitsbelastungen, einem hohen Maß an Bürokratie und den Herausforderungen der Digitalisierung muss es gelingen, das Berufsbild der Lehrkraft modern und attraktiv zu halten und nah am Menschen zu sein. Lehrerfreundliche, praxisnahe und faire Arbeitsbedingungen sind hierfür eine Grundvoraussetzung — für Teilzeit- und Vollzeitlehrkräfte!