839 feste Neueinstellungen an den bayerischen Gymnasien
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Von 591 Bewerbern aus dem aktuellen Jahrgang, 342 freien Bewerbern und 75 Wartelistenbewerbern erhielten 839 eine Planstelle, insgesamt wurden 957 Angebote unterbreitet. 53 wurden von der Warteliste eingestellt.
Von diesen insgesamt 1.008 Bewerbern erhielten 957 (94,9%) ein Angebot (inkl. Nachrücker), 839 (88%) nahmen es an. 19 Planstellen konnten zusätzlich im Bereich der beruflichen Schulen und Wirtschaftsschulen für Gymnasiallehrer geschaffen werden.
Damit konnte den meisten Bewerbern, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllten (u.a. Einstellungsnote 3,50) und eine landesweite Bewerbung übermittelt hatten, ein Angebot gemacht werden. Freien Bewerbern konnte vereinzelt kein Angebot unterbreitet werden, weil sie ihre Bewerbung nur auf wenige Schulstandorte beschränkt hatten, an denen jedoch kein Bedarf in ihrer Fächerverbindung war.
Damit herrscht weiterhin in fast allen Fächern Volleinstellung, allerdings wurde erstmals seit Langem nicht jedem Absolventen des aktuellen Jahrgangs ein Angebot unterbreitet, v.a. in Fächerkombinationen mit Englisch und Spanisch. Auf der anderen Seite kann in Mangelfächern der Bedarf durch Bewerber weiterhin nicht gedeckt werden, sodass schulspezifische Bedarfe intern ausgeglichen werden müssen. Vor allem in den Fächern In, Ph, Ev, Eth, M herrscht weiterhin ein Mangel an den bayerischen Gymnasien.
Besonders fällt das Stellenmoratorium der Staatsregierung ins Gewicht: Obwohl im September 6.000 zusätzliche Schülerinnen und Schüler ein bayerisches staatliches Gymnasium besuchen gab es keinen Stellenzuwachs, sodass Klassen größer und Zusatzangebote kleiner werden.
Damit muss die Kürzung im Budget, die 2025 eigentlich aufgrund des Lehrermangels wegen der zusätzlichen G9-Jahrgangsstufe eingeführt wurde, bestehen bleiben und auch der Markt bei Aushilfslehrkräften ist angespannt. Deswegen bildet auch die neue Prognose zum Lehrereinstellungsbedarf nicht den tatsächlichen Bedarf an den Schulen ab, sondern bezieht sich auf den Staatshaushalt – in dem aufgrund des Moratoriums faktisch Stellen fehlen.
Etwas größerer Absolventenjahrgang – auch aufgrund der Quereinsteiger
Auch wenn die Zahl der Absolventen etwas gestiegen ist (2025: 550 Absolventen), so reichten die knapp 600 Bewerber jedoch bei weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken. Umso wichtiger ist es, den Lehrberuf für junge Menschen attraktiver zu machen, sodass die Referendarszahlen wieder steigen und auch in Mangelfächern genug Absolventen zur Verfügung stehen. Momentan ist das Gymnasium noch sehr stark auf freie Bewerbungen aus anderen Bundesländern und von anderen Schulträgern angewiesen, es kann also durch die Ausbildung von Referendaren den eigenen Bedarf langfristig nicht sichern.
Außerdem benötigen die Gymnasien neben Lehrkräften unbedingt weiteres pädagogisches Personal, beispielsweise Sozialpädagogen.
Im Folgenden sind die Einstellungszahlen und die Grenzschnitte für die einzelnen Kombinationen aufgeführt:




Benedikt Karl