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Bayerische Prognose zum Lehrereinstellungsbedarf 2025

Die Einstellungschancen für Studierende mit Lehramt Gymnasium sind hervorragend. Gleichzeitig bleibt der Lehrermangel am Gymnasium Realität.

Im Bereich Gymnasien und FOSBOS gilt die Grundaussage vom letzten Jahr unverändert: Die Einstellungschancen für Studierende mit Lehramt Gymnasium sind hervorragend - bis zum Prognosehorizont 2035. Neu ist, dass die durch Lehrermangel und G9 aktuell verursachte Personal-Deckungslücke durch Neueinstellungen bis 2030 etwas aufgefangen und abgemildert wird. 

Die Modellrechnungen des Kultusministeriums beruhen nun (im Unterschied zur letzten Prognose) auf den neuen statistischen Daten des Mikrozensus von 2022. Diese weisen geringere Geburtenzahlen und weniger Zuwanderung in Bayern auf, sodass es auch in der Prognose zu einem geringeren Schülerzuwachs und in der Folge zu einem verminderten Grundbedarf an Lehrkräften kommt. 

Während des gesamten berechneten Prognosezeitraums fehlen an den Gymnasien jedoch Hunderte von Vollzeitkräften. Am Ende – im Jahr 2035 – weisen die Berechnungen eine Deckungslücke von mehr als 1.400 Vollzeit-Lehrkräften auf. Es wäre deshalb verfehlt, auf Basis der Grafik zur Einstellungssituation am Gymnasium (Seite 34 der Broschüre) anzunehmen, dass sich in den Jahren 2026 bis 2028 aufgrund des dargestellten Überangebotes an Lehrkräften wieder deutliche Wartelisten ausbilden würden.

bpv-Hauptpersonalrat Benedikt Karl erklärt: „Erste Nachfragen zeigen uns, dass dieser Eindruck entstehen kann. Ein Blick in die Tabelle zur ‚Kumulativen Deckungslücke in Vollzeitkapazitäten‘ (Seite 41) widerlegt ihn jedoch: Das Angebot an Lehrkräften reicht in keinem Jahr aus, die in 2025 entstandene Personal-Deckungslücke am Gymnasium zu schließen. Am Gymnasium wird es also auch in den nächsten Jahren einen großen Personalmangel geben und die Einstellungschancen für Absolventen sind und bleiben hervorragend. Auch das Stellenmoratorium für 2026 wird daran nichts ändern.“

Michael Schwägerl, der Vorsitzende des bpv, betont in diesem Zusammenhang einmal mehr die Notwendigkeit, das Berufsbild der Lehrkraft dauerhaft attraktiv zu halten: „Auch im nächsten Jahrzehnt ist der Bedarf an Lehrkräften an den Gymnasien und FOSBOS hoch. Daher fordern wir: Teilzeitmöglichkeiten und Teilzeitmodelle müssen erhalten bleiben, um flexibel auf unterschiedliche Lebenssituationen reagieren zu können. Zudem muss die Berufszufriedenheit der aktiven Lehrerinnen und Lehrer durch Entlastungen an der richtigen Stelle weiter erhöht werden. Nur so können wir wieder mehr junge Menschen für das gymnasiale Lehramt gewinnen.”

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