BCJ.Bayern-Studienpreis 2025: bpv übernimmt Patenschaften
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©BCJ.Bayern / Lars Helwich
Am 6. Juli 2025 wurde in Nürnberg zum fünften Mal der Studienpreis des Vereins zur Förderung des christlich-jüdischen Gesprächs (BCJ.Bayern) verliehen. Der Bayerische Philologenverband, der den Preis bereits in den vergangenen Jahren unterstützt hat, übernahm in diesem Jahr erstmals drei Patenschaften für ausgezeichnete Arbeiten im Bereich Schule. bpv-Vorsitzender Michael Schwägerl war bei der Preisverleihung in St. Martha zu Gast und überbrachte sein Grußwort.
Im Vorfeld waren 13 Projekte bzw. Arbeiten aus ganz Bayern zu ganz unterschiedlichen Fragestellungen des christlich-jüdischen Gesprächs eingereicht worden, die dann von drei Kommissionen begutachtet wurden (Schule, Universität I, Universität II). In diesem Jahr wurden insgesamt neun Projekte bzw. Arbeiten ausgezeichnet. Alle Preisträgerinnen und Preisträger stellten ihre Ergebnisse zunächst persönlich vor, wurden dann von jeweils einem Laudator gewürdigt und bekamen anschließend eine Urkunde, ein Buchgeschenk sowie ein Preisgeld. Koordiniert wird der Studienpreis und die Verleihung seit 2017 von Dr. Franziska Grießer-Birnmeyer, Gymnasiallehrerin aus Erlangen.
In der Kategorie “Schule” wurden sechs Arbeiten gewürdigt, darunter die drei bpv-Patenschaften:
In der Kategorie P-Seminar wurde das Projekt „Jüdisch to go – Stationen auf einem interaktiven Weg der Erinnerung“ des Gymnasiums Leopoldinum Passau unter der Leitung von Antje Spielberger und Markus Birner mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Extra aus Montreal/Kanada angereist war Gina Roitman, eine der Zeitzeuginnen, die die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des P-Seminars interviewt hatten. Eine zweite Zeitzeugin, Miriam Meisels Griver, schaltete sich aus Jerusalem zu und richtete einige Worte an die Passauer Preisträger sowie an alle Gäste.
In der Kategorie W-Seminar ging der 2. Preis an die W-Seminar-Arbeit „Der jüdische Melanchthonianer Franz Reizenstein und der ihm 1964 in Nürnberg für seine Komposition verliehene Kulturpreis vor dem Hintergrund der Wiedergutmachung“ von Emma Schertlin, einer Absolventin des Melanchthon-Gymnasiums Nürnberg.
In der selben Kategorie mit dem 3. Preis ausgezeichnet wurde die Arbeit „Der Davidstern – vom Zeichen der Verfolgung zum religiösen Symbol“ von Naemi Allgaier, Absolventin des Apian-Gymnasiums Ingolstadt.
Mit seinem Engagement unterstreicht der bpv seine Unterstützung für Projekte, die sich mit Erinnerungskultur und interreligiösem Dialog auseinandersetzen – und setzt ein starkes Zeichen für historisch-politische Bildung an bayerischen Schulen.