bpv-Statement zu den Ergebnissen des Schulbarometers 2026
bpv-Vorsitzender Michael Schwägerl kommentiert die Ergebnisse des Schulbarometers 2026 zur Belastung durch das Verhalten von Schülerinnen und Schülern:
„Die Ergebnisse des Schulbarometers bestätigen eine Entwicklung, die wir auch an den bayerischen Gymnasien seit Jahren beobachten: Lehrkräfte sehen sich zunehmend mit verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern konfrontiert und stoßen dabei zum Teil an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. In einer bpv-Umfrage im April unter mehr als 3.300 Lehrkräften an bayerischen Gymnasien gab knapp 70 Prozent der Befragten an, dass ihre derzeitige Belastung durch Verhaltensauffälligkeiten von Schülerinnen und Schülern sehr hoch (35 Prozent) oder hoch (33 Prozent) ist.
Die Antwort darauf kann nicht sein, den Schulen immer neue Aufgaben und Dokumentationspflichten zu übertragen. Der bpv fordert deshalb seit Langem eine konsequente Entbürokratisierung und De-Implementierung: Lehrkräfte müssen von Aufgaben entlastet werden, die keinen unmittelbaren Beitrag zum Bildungs- und Erziehungsauftrag leisten. Gleichzeitig braucht es einen weiteren Ausbau multiprofessioneller Teams mit Schulpsychologinnen und -psychologen, Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie weiteren Fachkräften.
Lehrkräfte müssen sich wieder stärker auf das konzentrieren können, wofür sie ausgebildet sind: guten Unterricht, individuelle Förderung und pädagogische Beziehungsarbeit. Nur so können sie den wachsenden pädagogischen Herausforderungen wirksam begegnen.“