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bpv zur Offensive der Staatsregierung: Digitale Balance stärken – und Plattformbetreiber in die Pflicht nehmen

Der Bayerische Philologenverband (bpv) unterstützt die vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus gestartete Offensive für mehr digitale Balance bei Kindern und Jugendlichen ausdrücklich. Besonders positiv bewertet der Verband den ressortübergreifenden Ansatz, gemeinsam mit Gesundheits- und Digitalministerium bestehende Initiativen zur Medienkompetenz zu bündeln und weiterzuentwickeln.

„Es ist absolut richtig, die vielen bereits vorhandenen Projekte zur Medienbildung in ein schlüssiges Gesamtkonzept zu überführen“, erklärt der bpv-Vorsitzende Michael Schwägerl. „Nur durch einen konzertierten Ansatz gelingt es, Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien nachhaltig zu vermitteln.“

Ein zentrales Element für den Erfolg der Initiative sieht der bpv in der konsequenten Einbindung der Eltern. Klare, altersgerechte Empfehlungen zur Nutzung von Smartphones und sozialen Medien seien unerlässlich, um Familien Orientierung zu geben. „Medienerziehung gelingt nur im Zusammenspiel von Schule und Elternhaus“, betont Schwägerl. „Gerade Eltern brauchen praxistaugliche Leitlinien, um ihre Kinder kompetent begleiten zu können.“ Unterstützend verweist der Verband auf bestehende Initiativen wie „Smarter Start ab 14“, die wichtige Impulse für einen bewussten Einstieg in die Nutzung digitaler Endgeräte liefern.

Gleichzeitig fordert der bpv eine stärkere finanzielle Unterstützung für medienpädagogische Angebote, insbesondere für Eltern. „Informationsveranstaltungen und Aufklärungsangebote müssen deutlich ausgeweitet werden“, so Schwägerl. „Dabei sollten wir gezielt auf bewährte Strukturen zurückgreifen – etwa das Referentennetzwerk der BLM Stiftung Medienpädagogik Bayern, das bereits hochwertige und praxiserprobte Angebote bereithält.“

Neben pädagogischen Maßnahmen dürfe jedoch die regulatorische Ebene nicht aus dem Blick geraten. Der bpv mahnt hier zu einem entschlossenen Vorgehen auf nationaler und europäischer Ebene: „Bei allen Bemühungen um Medienkompetenz und Selbstregulation gilt: Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist auch Aufgabe der Politik“, stellt Schwägerl klar. „Plattformbetreiber müssen stärker in die Pflicht genommen werden, um Risiken wie Suchtmechanismen, problematische Inhalte oder Datenschutzverstöße wirksam einzudämmen.“
 

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