Dienstantrittsveranstaltungen in Nürnberg und München
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©bpv
Im September und Oktober veranstaltete der bpv in Nürnberg und München Dienstantrittsveranstaltungen für die neuen Referendarinnen und Referendare. Insgesamt nahmen rund 200 Nachwuchslehrkräfte daran teil.
Was erwartet mich im zweiten Ausbildungsabschnitt? Wie erfolgt die Zuteilung an die Seminar- und Einsatzschule? Wie gehe ich mit einer erhöhten Arbeitsbelastung um? Solche und ähnliche Fragen stellen sich zu Beginn des ersten Ausbildungsabschnitts viele der neuen Referendarinnen und Referendare, die mit Beginn des Schuljahres den Vorbereitungsdienst für den schönsten Beruf der Welt aufgenommen haben. Um den Nachwuchslehrkräften Antworten zu geben und sie beim Start in den neuen (beruflichen) Lebensabschnitt begleiten zu können, haben die bpv-Geschäftsstelle und die Referendar- und Jungphilologenvertretung (rjv) in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium und den Hauptpersonalräten des bpv auch zum Start des Seminars 2025/27 wieder zwei Dienstantrittsveranstaltungen organisiert, am 30. September in Nürnberg und am 09. Oktober in München.
Nach einem Grußwort des bpv-Vorsitzenden Michael Schwägerl erläuterten Ministerialrat Thomas Sienz und weitere Mitarbeiter des Kultusministeriums den jeweils rund 90 bzw. 110 anwesenden neuen Lehrkräften, vor welchen Herausforderungen das bayerische Bildungssystem insbesondere im Hinblick auf die Personalplanung in den kommenden Jahren steht. Auf manch kritische Nachfrage stießen die Ausführungen zur Planung der notwendigen Versetzungen während des zweiten Ausbildungsabschnitts — zugleich wurden die Transparenz und Offenheit der Vertreter des Dienstherrn von vielen anerkannt und gelobt, genauso wie der Umstand, dass auch auf persönliche Anliegen eingegangen wurde. Anschließend warb Dr. Bernd Schaal, Referatsleiter am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, für die freiwillige Teilnahme an einer längerfristigen Evaluierung zur Optimierung des Referendariats.
Danach stellten in Nürnberg Benedikt Karl und in München Ina Hesse den Hauptpersonalrat und die Haupt-Jugend- und Auszubildendenvertretung vor. Letztere ist aufgrund der anstehenden Wahlen, an denen auch die neuen Referendare teilnehmen dürfen — ein Erfolg des bpv! — für die Nachwuchslehrkräfte von besonderer Relevanz. In der darauffolgenden »Starthilfe« gaben Vertreter der rjv zentrale Informationen zu den Ausbildungs- und Prüfungsmodalitäten durch persönliche Einblicke sowie Tipps und Tricks für den Lehreralltag. Nach der Mittagspause warteten auf die Referendare verschiedene Workshops, deren Schwerpunkte sie selbst setzen konnten. Die Angebote zu Resilienz im Lehrberuf und insbesondere den ersten Berufsjahren erfreuten sich ebenso großer Beliebtheit wie die Informationen zu Entfaltungsmöglichkeiten nach dem Referendariat.
Der große Zulauf und das positive Feedback der Teilnehmenden zeigen, dass die Veranstaltung schon im zweiten Turnus zu einer Institution an den Seminarschulen geworden ist. Neben den Info-Angeboten konnte vor allem der persönliche Austausch mit den Vertretern des Kultusministeriums überzeugen. Zudem bieten die zentral in Nürnberg und München durchgeführten Veranstaltungen die Chance zur gegenseitigen Vernetzung der Referendare — vom kollegialen (Erfahrungs-)austausch profitieren letztlich alle!
Simon Molitor