Neuer Studiengang an der Universität Würzburg: Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt
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Der neue Studiengang an der Universität Würzburg verbindet psychologische Fachinhalte mit pädagogisch-didaktischen Elementen und richtet sich an alle neu immatrikulierten Lehramtsstudierenden. Ziel ist es, fundierte Kompetenzen in psychologischer Diagnostik, Beratung und Intervention zu vermitteln – speziell zugeschnitten auf den schulischen Kontext. Praxisnahe schulische Erfahrungen sind fester Bestandteil des Studiums. Damit bereitet das Studium gezielt auf die Tätigkeit in der Schulberatung vor und schafft eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für den Beruf der Schulpsychologin bzw. des Schulpsychologen.
Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt kann an der Universität Würzburg als Unterrichts- oder Erweiterungsfach für das Lehramt an Gymnasien sowie als Erweiterungsfach für die Lehrämter an Real-, Mittel-, und Grundschulen studiert werden (hier mit vergleichbaren fachlichen Inhalten, aber weniger Leistungspunkten als für das Gymnasium).
Wer auf Lehramt Gymnasium studiert, kann das Unterrichtsfach Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt mit Latein, Englisch oder Mathematik studieren. Um die Einstellungschancen am Gymnasium zu erhöhen, kann es empfehlenswert sein, Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt als Erweiterungsfach zu studieren.
Grundsätzlich begrüßt der bpv den neuen Studiengang an der Universität Würzburg und damit den weiteren Ausbau der Schulpsychologie in Bayern. Die Ausweitung der Universitätsstandorte für den oben genannten Studiengang ist eine richtige Antwort auf die derzeitigen Entwicklungen. Mehrere bpv-Umfragen zeigen über die Jahre, dass die Zahl von Schülern mit psychosozialen Problemen enorm zugenommen hat. Daher sind in diesem Bereich weitere Anstrengungen nötig. Es gilt, die psychische und physische Prävention durch mehr Schulpsychologen (und Beratungslehrkräfte) weiter auszubauen. Insbesondere in den bayerischen Randgebieten, z.B. in Unter- und Oberfranken, sieht die Sicherung einer flächendeckenden Versorgung an den Gymnasien häufig schwierig aus. Mit dem neuen Studiengang Schulpsychologie an einem zweiten Standort in Franken, wird sich nun die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass nicht nur die Zahl der Absolventen wieder steigt, sondern diese eventuell auch aus nord- und mittelbayerischen Regionen kommen und sich eher vorstellen können, sich in diesen später fest niederzulassen und die Schulen dort schulpsychologisch zu unterstützen. Gleichzeitig müssen aber auch die Rahmenbedingungen für Schulpsychologen attraktiver gestaltet werden. Die Ressourcen und Qualifikationen, die die ausgebildeten Nachwuchs-Schulpsychologen mitbringen, sollten den Schulen dann auch umfänglich zugutekommen können: Dies ginge über einen mindestens hälftigen Einsatz in der schulpsychologischen Tätigkeit.
Bis wann kann man sich an der Universität Würzburg für den neuen Studiengang einschreiben?
Die Einschreibung erfolgt bis zum 10. Oktober 2025 über das Online-Portal der Universität Würzburg.
An welchen bayerischen Universitäten kann Schulpsychologie noch studiert werden?
Schulpsychologie kann außerdem an der Ludwig-Maximilians-Universität München, an der Universität Bamberg und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt studiert werden.