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Schuljahresbeginn 2025/26 am Gymnasium: Lehrkräfte stocken freiwillig auf und neun Jahre gymnasiale Lernzeit sind zurück

An den Gymnasien in Bayern gibt es ab diesem Schuljahr wieder eine 13. Jahrgangsstufe und somit eine Klassenstufe mehr. Lehrkräftemangel trifft also auf einen sprunghaften Anstieg der Schülerzahlen. Dadurch gab es an einem durchschnittlichen Gymnasium die Herausforderung, den Bedarf von drei bis vier Vollzeit-Lehrkräften aufzufangen. Dennoch scheint es entgegen allen Befürchtungen in einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelungen zu sein, die Unterrichtsversorgung zu Schuljahresbeginn auf solide Füße zu stellen. 

Auf Grundlage unserer Rückmeldungen von Schulen teilen wir die Einschätzung des Kultusministeriums: Mithilfe eines Bündels an Maßnahmen konnte – nach aktuellem Stand – eine tragfähige Lösung für das nun beginnende Schuljahr gefunden werden. Ein wichtiger Baustein zur Sicherstellung der Unterrichtsversorgung war der Aufruf an Schulleitungen, Personalräte und Kollegien, solidarische Lösungen vor Ort zu finden. Die stellvertretende bpv-Vorsitzende Dagmar Bär lobt den erfolgreichen Dialogprozess und das konstruktive Miteinander: "Unser Ansatz lag und liegt auf Freiwilligkeit. Teilzeit-Lehrkräfte waren dazu aufgerufen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten im neuen Schuljahr mehr Stunden zu unterrichten. Und diesem Appell zur Teilzeitaufstockung sind offensichtlich viele gefolgt. Die Gewinnung von mehr Zeit für das Kerngeschäft Unterricht geht aber nur bei einer gleichzeitigen Entlastung von Zusatzaufgaben – das gilt für Teilzeit- und Vollzeitkräfte gleichermaßen. Wenn alle Beteiligten zusammenwirken, können wir auf freiwilliger Basis viel erreichen. Motivation und Wertschätzung in der Schulfamilie sind der Weg – nicht Zwang und harte dienstrechtliche Maßnahmen." 

Im neuen Schuljahr wird der erste Jahrgang des neuen neunjährigen Gymnasiums die Abiturprüfung ablegen. Die neue Oberstufe umfasst nun wieder drei Schuljahre: Als Einführungsphase dient die Jahrgangsstufe 11, mit Unterricht noch im Klassenverband. Die Qualifikationsphase im Kurssystem besteht dann aus der 12. und 13. Jahrgangsstufe – der sogenannten Profil- und Leistungsstufe. Die Schülerinnen und Schüler können für die zwei Jahre erstmals wieder ein vertieftes Leistungsfach innerhalb gewisser Vorgaben wählen. Auch bei der Festlegung der fünf Abiturprüfungsfächer wurde eine größere Flexibilität geschaffen. Bär sieht die erste Abiturprüfung im neuen G9 als etwas Besonderes: "Mit dem Schuljahr 2025/26 findet das Projekt neues neunjähriges Gymnasium in Bayern zum ersten Mal seinen Abschluss. Viel Einsatz und Arbeit in der Umsetzung der neuen Lehrpläne und Vorgaben liegen hinter Schulleitungen und Kollegien."

Bär schließt mit guten Wünschen für das neue Schuljahr: “Ich wünsche allen Beteiligten an den Schulen einen gelungenen Start in ein erfolgreiches Schuljahr 2025/26!”

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