Statement des bpv zur Pressekonferenz von Ministerin Stolz und Minister Blume
Michael Schwägerl, der Vorsitzende des bpv, erklärt:
„Wir können uns vollkommen hinter die Aussage von Kultusministerin Anna Stolz stellen, eine ‚positive und gesunde Leistungskultur‘ fördern zu wollen. Auch in unseren Augen bedeutet Leistung nicht Druck, sondern ‚Anstrengung, Entwicklung und Freude am eigenen Können‘. Ein Leistungsbegriff, der nur in Arbeit pro Zeit denkt, wäre in der heutigen Zeit mit ihren komplexen Herausforderungen zu eindimensional.
Gerade in der Bildung ist ein Denken der Art ‚Mehr ist besser‘ nicht immer zielführend. Für die Verwaltung ist das erkannt und mit Entbürokratisierung wie De-Implementierung hat sich Bayern auf einen guten Weg gemacht. Das gilt aber auch für den pädagogischen Bereich. Beim Fördern und Fordern zum Beispiel behindern zu viel Hilfe bzw. zu hohe Anforderungen den Lernprozess. Und für Prüfungen gilt der Satz: Häufiges Abprüfen allein führt nicht zwangsläufig zu Lernerfolg und Kompetenzzuwachs.
Wir wünschen deshalb Kultusministerin wie Wissenschaftsminister für ihre Präsidentschaften in der KMK eine glückliche und letztlich erfolgreiche Hand bei der Umsetzung guter, bayerischer Vorschläge und Ideen.“