Unterrichtsversorgung ab Herbst: Am Gymnasium ist keine Entspannung in Sicht
Durch die transparente Darstellung des Ministeriums wird jetzt auch offiziell deutlich, dass durch das Stellenmoratorium die Versorgungslage an den Schulen im kommenden Schuljahr verschärft wird. Gleichzeitig bedeutet das, dass die Einschränkungen im pädagogischen Bereich an den Schulen bestehen bleiben. Wir bekräftigen daher unsere Kritik am Landtagsbeschluss vom April 2025. Die Schulen stehen ohnehin schon durch den Lehrkräftemangel und eine immer herausforderndere Schülerschaft verstärkt unter Druck. Bereits Mitte 2024 war durch die Schülerprognose bekannt, dass im Schuljahr 2026/27 mit steigenden Schülerzahlen zu rechnen ist. Statt nun den Bildungsbereich weiter zu stärken, verwehrte der Landtag sehenden Auges mit dem Moratorium zusätzliche Stellen und sorgt nun für weiteren Druck. Beispielsweise erzeugt der prognostizierte Schülerzuwachs von über 6.500 Kindern an den staatlichen Gymnasien in der bereits angespannten Personalsituation eine Lücke von etwa einer Vollzeit-Lehrkraft pro Gymnasium.
„Der Bildungsbereich braucht mehr Unterstützung von Seiten der Politik. Die Bemühungen des Kultusministeriums und der Enquete-Kommission ,Bürokratieabbau‘ des Landtags, über Entbürokratisierungsmaßnahmen für Entlastungen zu sorgen, begrüßen wir ausdrücklich – sie werden aber durch das Stellenmoratorium mehr als konterkariert“, betont bpv-Vorsitzender Michael Schwägerl abschließend.