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Volleinstellung zum Februar 2026: Warnung vor „Einsatzfrust“ durch weite Entfernungen

Die aktuellen Einstellungszahlen für das bayerische Lehramt am Gymnasium zeigen ein zweigeteiltes Bild: Während die Volleinstellung für Sicherheit sorgt, bleibt die Zuweisung weit entfernter Dienstorte eine Belastungsprobe für junge Lehrkräfte. Die rjv (Referendar- und Jungphilologenvertretung) im bpv fordert daher mehr Stabilität und Transparenz, und der bpv setzt mit einer eigenen Wohnungsbörse ein Zeichen der Solidarität. 

Die Veröffentlichung der Einstellungszahlen für den Februar-Termin 2026 sorgt in der rjv für gemischte Gefühle. Zwar ist die Volleinstellung ein hochverdienter Lohn für die intensive Ausbildung der jungen Kolleginnen und Kollegen, doch die Realität der Zuweisungen trübt das Bild. Sebastian Gerber, rjv-Vorsitzender im bpv, erklärt dazu: „Viele junge Lehrkräfte müssen trotz des enormen Bedarfs große Distanzen unmittelbar nach dem Referendariat hinnehmen. Berufsattraktivität bemisst sich nicht nur an der Planstelle, sondern auch an der Lebensqualität. Wer in einer sensiblen Phase wie im Alter der Familiengründung keine Perspektive für den Wunschort erhält, den verlieren wir im schlimmsten Fall an andere Bundesländer.“ 

Forderung nach Stabilität und Transparenz 

Nach zwei Jahren intensiven Referendariats steht für die jungen Lehrkräfte das Bedürfnis nach Stabilität im Vordergrund. Die rjv warnt davor, die jungen Kolleginnen und Kollegen zu „Lückenfüllern“ zu machen, indem sie mit festen Planstellen lange an anderen Orten als dem Wunschort bleiben müssen. Dazu kommt es, wenn der Bedarf der Schule und die dortige Personalabdeckung ein Wegversetzen nicht möglich machen oder die Nachwuchslehrkräfte zum Beispiel auch als Mobile Reserve nicht wunschgemäß eingesetzt werden. Der vorübergehende Einsatz als Mobile Reserve eröffnet hier zwar eine zusätzliche Chance, eine Garantie ist aber auch diese nicht. Um den Lehrerberuf langfristig attraktiv zu halten, stellt die rjv klare Forderungen: 

  • Wohnortnähe stärken: Stärkere Berücksichtigung von Ortswünschen im Zuweisungsverfahren bzw. klare Perspektiven, zeitnah an einen Wunschort versetzt zu werden.
  • Planungssicherheit: Frühzeitige Information über den Einsatzort.
  • Transparenz: Noch klarere Abläufe bei Versetzungsverfahren und langfristige Personalplanung statt kurzfristiger Steuerung.

Doch Gerber hebt beim diesjährigen Einstellungstermin auch Positives hervor: „Wir schätzen es, dass die Planstellenangebote in diesem Jahrgang recht früh vor Weihnachten kamen. Daran sollte das Kultusministerium festhalten – denn anders hat man zum Februartermin kaum eine realistische Chance, auf die Schnelle eine vernünftige Wohnung am neuen Dienstort zu finden.“ 

bpv-Wohnungsbörse: Praktische Hilfe durch Solidarität 

Um die Wohnungssuche in kurzer Zeit insgesamt zu erleichtern, unterstützt der bpv seine Mitglieder: Die verbandseigene Wohnungsbörse hat bereits erfolgreich Unterkünfte vermittelt. Gerber zeigt sich erfreut: „Es ist großartig zu sehen, wie die Lehrkräfte im bpv zusammenhalten. Unsere Wohnungsbörse entlastet die Referendarinnen und Referendare in einer stressigen Phase, damit sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können. Mein herzlicher Dank gilt allen Lehrkräften, die Wohnraum zur Verfügung stellen.“

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