AUGENRINGE INKLUSIVE

DIE BELASTUNG DER LEHRKRÄFTE IM DOPPELTEN ABITURJAHRGANG IST MEHR ALS GRENZWERTIG

Anlässlich der morgen beginnenden Abiturprüfungen für den letzten G9-Jahrgang weist der Bayerische Philologenverband auf die hohe Belastung der Lehrerinnen und Lehrer an den bayerischen Gymnasien hin. Hierzu der bpv-Vorsitzende Max Schmidt: „Die Belastung für uns Lehrkräfte ist mehr als grenzwertig. Die Bewältigung des doppelten Abiturjahrgangs ist seit Jahren mit einer Arbeitszeiterhöhung und einem Arbeitszeitkonto verbunden. Jetzt, auf dem Endspurt, bedeutet der doppelte Abiturjahrgang nicht nur doppelt so viel Arbeit und verlangt doppelt so viel Engagement von uns. Es zeigt sich bei all der Belastung auch, dass wir nicht einmal halb so viel Unterstützung für die Bewältigung dieser Herkulesaufgabe bekommen: Angesichts der Aussage des Kultusministeriums, dass Aushilfslehrkräfte nur im begründeten Einzelfall bewilligt werden – obwohl hunderte junger Kolleginnen und Kollegen seit Februar wegen der verheerend niedrigen Einstellungszahlen auf der Straße stehen – sind zur Abdeckung des Unterrichts neben den Aufgaben durch das Abitur noch Mehrarbeit und schulinterne Umschichtungen notwendig.“

Trotz aller Widrigkeiten haben die bayerischen Gymnasiallehrerinnen und -lehrer ihre Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Abiturprüfungen vorbereitet. Die Abiturphase stellt in jedem Schuljahr einen Ausnahmezustand dar. Doch was für die Lehrkräfte in den kommenden Wochen und Monaten folgen wird, ist ein noch nie da gewesener Prüfungs- und Korrekturmarathon: Innerhalb eines äußerst kurzen Halbjahres 13/2 muss das G9-Abitur erledigt sein, damit dann, kurz nach den Osterferien, die Herausforderungen eines unbekannten G8-Abiturs bewältigt werden. Wieder heißt es, schriftliche Prüfungen, Colloquien, Fach- bzw. Seminararbeiten und Nachprüfungen abzuarbeiten, kurz: Prüfen und Korrigieren im Akkord, denn insgesamt müssen rund 70.000 Abiturientinnen und Abiturienten durch das Doppelabitur an den Gymnasien geschleust werden! Für viele Kolleginnen und Kollegen bedeutet das in den nächsten