BPV FORDERT EHRLICHE BILANZIERUNG UND KONSEQUENZEN

Max Schmidt: „Als Erstes bessere Stundenausstattung für die Abiturfächer angehen!“

Nach Abschluss des ersten G8-Abiturs fordert der Bayerische Philologenverband eine ehrliche Bilanzierung der in den vergangenen Jahren, Monaten und Wochen gemachten Erfahrungen mit dem verkürzten Gymnasium. Anlässlich der heutigen Stellungnahme von Kultusminister Dr. Spaenle im Bayerischen Landtag sagte der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt: „Wir Lehrer freuen uns zunächst einmal, dass entgegen mancher Befürch-tungen die Schüler des G8-Jahrganges im Schnitt sehr erfreulich abgeschnitten und sehr viele Abiturienten sehr gute Ergebnisse erreicht haben. Auf die Freude muss nun aber die Analyse folgen: Im nächsten Schritt gilt es, die verbliebenen Schwachstellen des G8 unter die Lupe zu nehmen. Dazu gehört für mich eindeutig die zu geringe Stundenausstattung in den obligatori-schen Abiturprüfungsfächern Deutsch, Mathematik und der Fremdsprache. Eine Aufstockung auf wenigstens durchgängig vier Wochenstunden muss kommen, um genügend Übungsphasen und damit eine solide Abitur- und Studienvorbereitung gewährleisten zu können. Gleichzeitig muss weiter an der Verkleinerung der Klassen gearbeitet werden, damit wir Lehrkräfte uns stär-ker dem einzelnen Schüler widmen können.“

Als wenig glücklich habe es sich laut Schmidt auch erwiesen, den im ursprünglichen Konzept des G8 vorgesehenen Nachmittagsunterricht zu reduzieren: „Das war keine wirklich schüler-freundliche Maßnahme. Nicht von weniger, sondern von mehr Unterricht profitieren unsere Schüler. Gäbe man Schülern und Lehrern mehr Zeit zum Lehren und Lernen, ließe sich beides intensiver, nachhaltiger und zugleich entspannter gestalten.“