DAS BAYERNKOLLEG IST IN AUGSBURG GUT AUFGEHOBEN!

In der Debatte um eine Verlegung des Bayernkollegs und des angeschlossenen Wohnheims von Augsburg nach Marktoberdorf hat sich der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt für einen Verbleib beider Einrichtungen in der Fugger-Stadt ausgesprochen: „Das Bayernkolleg ist in Augsburg gut aufgehoben. Dafür sprechen nicht nur die Schülerzahlen, sondern auch der Blick auf die demographische Entwicklung: Schon jetzt hat ein Drittel der Bevölkerung von Augsburg einen Migrationshintergrund, die Hälfte der Kinder wird in Familien mit Migrationshintergrund geboren. In einer solchen Region ist eine Bildungseinrichtung, die eine weitere Chance auf den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife eröffnet, ein wichtiger Bestandteil zur Integration.“ Die Schülerzahlen unterstreichen diese Aussage: 36 Prozent der Schülerschaft und damit mehr als doppelt so viele wie an grundständigen Gymnasien haben einen Migrationshintergrund. Auf diesen Aspekt habe auch der Augsburger Integrationsbeirat Ahmet Akcay vergangene Woche in einer Informationsveranstaltung über die Zukunft des Bayernkollegs aufmerksam gemacht, an der 400 Menschen teilnahmen, indem er sagte: „Es gibt viele Erfolgsgeschichten von Zuwanderern. Eine wichtige Rolle spielt das Bayernkolleg.“

An die Verantwortlichen von Stadt und Land appellierte Schmidt abschließend: „Die Sanierungsbedürftigkeit der Schul- und Heimgebäude darf kein Grund für eine so folgenreiche Entscheidung wie die Umsiedlung dieser für die ganze Region Augsburg wichtigen Bildungsinstitution sein. Ich hoffe, dass in den Gesprächen zwischen den Verantwortlichen nicht nur finanzielle Erwägungen eine Rolle spielen werden.“