QUALITÄT DER GYMNASIALLEHRERBILDUNG ERHALTEN!

Zu einem Gedankenaustausch mit Kultusminister Dr. Spaenle trafen sich die Experten für die Gymnasiallehrerbildung im Bayerischen Philologenverband (bpv). Dabei stellten die Verbandsvertreter folgende Kernpositionen heraus: Die Lehrerbildung erfolgt von Beginn an schulartbezogen, wobei die Bedeutung der fachwissenschaftlichen Ausbildung für zukünftige Gymnasiallehrer besonders zentral ist. Das Staatsexamen muss unbedingt erhalten bleiben, das zweijährige Referendariat ist unverzichtbares Element der Personalentwicklung.

Im Hinblick auf die aktuelle Situation der Studierenden an den Universitäten wurde darauf aufmerksam gemacht, dass auf Grund der unterschiedlichen Gewichtung von Lehrveranstaltungen an den verschiedenen Universitäten die Mobilität der Studierenden stark eingeschränkt ist. Den Bogen von der Lehrerbildung zur Anstellungssituation schlug der Hinweis auf den immer noch von den Referendaren im 3. Ausbildungsabschnitt zu leistenden eigenverantwortlichen Unterricht, einem Relikt aus der Zeit des Lehrermangels, das unbedingt abzuschaffen ist.

Kultusminister Dr. Spaenle sah eine weitgehende Übereinstimmung in den zentralen Fragen der Lehrerbildung. Die Anstellungssituation werde zwar schwierig bleiben, er sagte aber zu, sich weiterhin für einen Einstellungskorridor einzusetzen, sodass die Jahrgangsbesten der verschiedenen Fächerverbindungen eine Anstellung beim Staat erhalten können. Der Vorsitzende der Referendar- und Jungphilologenvertretung (rjv) Julius Müller sprach deutlich die Problematik des Einzuges der Planstellen am Gymnasium nach Wegfall der 13. Jahrgangsstufe an: "Die Philologen haben darauf vertraut, dass diese Stellen erhalten bleiben und zur Umsetzung der dringenden pädagogischen Verbesserungen an den Gymnasien eingesetzt werden. Vieles was in den Zeiten des Lehrermangels nicht möglich war, muss jetzt umgesetzt werden!"