REFERENDARE JETZT ENTLASTEN!

DER BAYERISCHE PHILOLOGENVERBAND FORDERT DIE ABSCHAFFUNG DES EIGENVERANTWORTLICHEN UNTERRICHTS IM 3. AUSBILDUNGSABSCHNITT

Der Bayerische Philologenverband (bpv) fordert die Abschaffung des eigenverantwortlichen Unterrichts für Referendare im 3. Ausbildungsabschnitt. „Dieses Relikt aus der Zeit des Lehrermangels muss unbedingt abgeschafft werden. Es ist eingeführt worden, um die Unterrichtsversorgung sicherzustellen. Von dieser Notwendigkeit kann jetzt keine Rede mehr sein,“ so der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands Max Schmidt. „Angesichts der schlechten Einstellungssituation – so sind im Extremfall von 92 Bewerbern mit der Fächerverbindung Deutsch / Geschichte nur 3 eingestellt worden – ist das Festhalten an dieser Notlösung nicht mehr zu vermitteln,“ erklärte Schmidt. Der bpv fordert, dass in dieser Situation optimale Bedingungen für den Lehrernachwuchs geschaffen werden müssen. Die Referendare kehren im 3. Ausbildungsabschnitt von den Zweigschulen an ihre Seminarschulen zurück, um dort die Prüfungen des 2. Staatsexamens abzulegen. „Bereits kleine Unterschiede in der Endnote entscheiden über Einstellung oder Nicht-Einstellung. Daher müssen die jungen Kollegen sich ganz auf ihr Examen konzentrieren können. Es wäre das richtige Zeichen der Staatsregierung, dem jungen und motivierten Nachwuchs nun einen guten Abschluss der Ausbildung zu ermöglichen, statt ihn erst über Gebühr einzusetzen und dann in die Arbeitslosigkeit zu entlassen,“ forderte Schmidt.