UNBEFRIEDIGENDE AUSSAGEN ZUR EINSTELLUNGSSITUATION

VORSITZENDER DER REFERENDAR- UND JUNGPHILOLOGENVERTRETUNG JULIUS MÜLLER: AUSFÜHRUNGEN DES KULTUSMINISTERS ZUR EINSTELLUNGSSITUATION UNBEFRIEDIGEND

Als „unbefriedigend“ für die von der Nichtanstellung betroffenen Nachwuchslehrkräfte hat der Vorsitzende der Referendar- und Jungphilologenvertretung (RJV) Julius Müller die Ausführungen des bayerischen Kultusministers Dr. Spaenle zur aktuellen Einstellungssituation in den gymnasialen Schuldienst bezeichnet. Anerkennenswert sei zwar, mit welcher Offenheit Dr. Spaenle die Lage beschrieben habe. Auf die Hauptforderung seiner Organisation, jetzt mehr Lehrkräfte als geplant einzustellen, um eine integrierte Lehrerreserve an den Gymnasien aufbauen zu können, sei der Minister bei seiner heutigen Pressekonferenz aber nicht eingegangen. „Ziel muss es doch endlich einmal sein, die personelle Situation an den Gymnasien und beruflichen Oberschulen grundlegend zu verbessern. Das heißt für uns: Mehr Lehrkräfte zur Bekämpfung des Unterrichtsausfalls, mehr Lehrkräfte für kleinere Klassen und mehr Lehrkräfte für ein vernünftiges Angebot an Wahlunterricht. Dazu darf der Freistaat aber nicht jedes Mal nur so viel Lehrer einstellen, wie gerade notwendig sind, damit der Betrieb nicht vollkommen zusammenbricht.“

Positiv äußerte sich Müller über die Ankündigung von Staatsminister Dr. Spaenle, die Eignungsberatung zu Beginn des Lehramtsstudiums verbessern zu wollen: „In der jüngsten Umfrage bayerischer Lehrerverbände haben sich annähernd 80 Prozent von 1240 befragten Nachwuchslehrern für Eignungsberatungsverfahren ausgesprochen. Ich freue mich, dass das Kultusministerium diese Anregung aufnehmen wird.“