DER PLATZ WIRD REICHEN!

Der Bayerische Philologenverband (bpv) geht davon aus, dass die erforderlichen Räumlichkeiten für ein neues neunjähriges Gymnasium bereits vorhanden sind

Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv) Max Schmidt geht davon aus, dass wegen des zukünftigen Schülerrückgangs die an den Gymnasien bestehenden Räumlichkeiten auch für ein vollausgebautes neunjähriges Gymnasium ab 2020 oder später reichen werden: „Bereits jetzt gibt es viele Schulen, die deutlich unter ihren ehemaligen Schülerhöchstzahlen bzw. ihren Kapazitätsgrenzen liegen. Wenn man nun annimmt, dass die durchschnittliche Klassengröße aller staatlichen, kommunalen und privaten Gymnasien der letztjährigen Jahrgangsstufen 5 bis 7, die zwischen 26 und 27 Schülern liegt, gleichbleibt, dann ergibt sich aufgrund des Schülerrückgangs bis zum Schuljahr 2019/20 ein Rückgang der Klassen 5 – 10 um 14 % oder 1465 Klassen. Wir haben also Luft! Die Angst, dass für ein neunjähriges Gymnasium Schulhauserweiterungen oder gar Neubauten nötig sind, ist völlig unbegründet.“ Schmidt macht dabei jedoch auch darauf aufmerksam, dass regional deutliche Unterschiede im zu erwartenden Schülerrückgang bestehen – Grundlage der Überlegungen ist die regionalisierte Schüler- und Absolventenprognose 2013 des Kultusministeriums – und fügt hinzu: „Diese Entwicklung hat aber nichts mit der Dauer der gymnasialen Schulzeit zu tun, sondern mit den unterschiedlichen Entwicklungen auf dem Land und in den Ballungsräumen.“

Grafik

Die beigefügte Grafik [226 KB] zeigt, dass auch nach einer Einführung eines neunjährigen Gymnasiums nicht wieder die Schülerzahlen erreicht werden, die das Gymnasium 2010/11 bewältigt hat. Vor diesem Hintergrund kann davon ausgegangen werden, dass zusätzliche Räumlichkeiten in Folge der Umstellung allenfalls ausnahmsweise benötigt werden.