"MITTELSTUFEPLUS"

Philologenverband pocht auf Wahlfreiheit über acht- oder neunjährigen Bildungsgang.

Mit Verwunderung und Verärgerung nimmt der Bayerische Philologenverband (bpv) die heutigen Aussagen des bayerischen Kultusministeriums über die geplante „MittelstufePlus“ an den bayerischen Gymnasien zur Kenntnis. In seiner Pressemitteilung erklärt das Kultusministerium wörtlich, die „MittelstufePlus bietet einzelnen Schülern bei pädagogischem Bedarf mehr Lernzeit“. Dazu stellt der bpv-Vorsitzende fest: „In der Möglichkeit zu einer Verlängerung der gymnasialen Schulzeit nur für „einzelne Schüler“ ist überhaupt kein Fortschritt gegenüber dem erfolglosen ‚Flexijahr‘ zu erkennen. Ganz im Gegenteil: Dass zukünftig auch noch „die Schule und die Schulfamilie vor Ort über das Angebot“ entscheiden müssen, ist genau genommen sogar ein Rückschritt gegenüber den praxisnäheren Regelungen des ‚Flexijahres‘.“ Angesichts solcher Äußerungen müsse man wirklich die Frage stellen, wie ernst es der CSU mit ihren Beteuerungen sei, einen neunjährigen Bildungsgang wieder für mehr Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. Von der ursprünglich einmal von Minister Dr. Spaenle und Ministerpräsident Seehofer angekündigten Wahlfreiheit für Schüler und Eltern sei derzeit nicht mehr viel zu spüren. Die sei aber unbedingt nötig, wolle man die „MittelstufePlus“ zum gewünschten Erfolg führen.

Schmidt forderte erneut, Schülern und Eltern die echte, voraussetzungslose Wahlfreiheit über den Besuch des acht- oder neunjährigen Bildungsgangs zuzugestehen und an bayerischen Gymnasien flächendeckend Klassen mit neunjährigen Zügen zu ermöglichen.

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Peter Missy, bpv@bpv.de