SCHRITT ZUR ATTRAKTIVITÄT DER MITTELSTUFE PLUS

Kultusminister greift bpv-Forderungen auf:

Reduzierte Stundenzahl wichtiger Schritt zur Attraktivität der Mittelstufe plus

„Mit der Korrektur der bislang gegebenen Informationen zum Stundenumfang der Mittelstufe plus kommt der Kultusminister unserem und dem dringenden Wunsch vieler Schüler, Eltern und Schulleitungen nach einer spürbaren Entlastung entgegen“, reagierte der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) auf heutige Zusagen von Minister Dr. Ludwig Spaenle. Dieser hatte am Morgen im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtages angekündigt, dass der Pflichtunterricht in den ersten drei Jahren der Mittelstufe plus, also in den Jahrgangsstufen 8, 9 und „9+“, mit jeweils 30 Stunden und damit ohne Nachmittagsunterricht absolvierbar sein werde. Nur in der Jahrgangsstufe 10 soll die Pflichtwochenstundenzahl bei 32 liegen. Dieser wichtige Teilerfolg seines Verbandes wird nach Schmidts Einschätzung die bislang von vielen Fachleuten als gering eingeschätzte Attraktivität dieses Pilotversuches deutlich erhöhen.

Schmidt: „Jetzt die restlichen organisatorischen Hürden aus dem Weg räumen!“

Nun, so der bpv-Vorsitzende weiter, gelte es, die noch bestehenden organisatorischen Probleme auf dem Weg zu einem regulären neunjährigen Bildungsgang an Bayerns Gymnasien aus dem Weg zu räumen. Hierzu zählt Schmidt ein Entgegenkommen gegenüber den besonderen Bedürfnissen kleinerer Gymnasien. Insbesondere für sie werde es aufgrund der zu niedrig kalkulierten personellen Ressourcen und der Vorgabe, keine zusätzlichen Klassen zu bilden, überaus schwierig werden, Wünsche von Eltern und Schülern nach der Einrichtung einer Mittelstufe plus zu erfüllen. „Mit der gleichen Flexibilität, mit der Kultusminister Dr. Spaenle auf die berechtigte Kritik an der ursprünglichen Regelung für die Mittelstufe plus reagiert hat, müssen die Schulleitungen auf die lokal unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche an ihren Gymnasien eingehen können. Im nächsten Schritt muss es darum gehen, den Pilotgymnasien die Mittel zur Verfügung zu stellen und die Freiheiten in der Gestaltung einzuräumen, die sie benötigen, um ihren Schülerinnen und Schülern parallel pädagogisch gleichhochwertige acht- und neunjährige Bildungsgänge zum Abitur anbieten zu können“, betonte Schmidt.

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Peter Missy, Bayerischer Philologenverband, E-Mail:bpv@bpv.de