FFP2-MASKEN

Weiterer Baustein für Gesundheitsschutz – jetzt nicht nachlassen!

Jeder öffentlichen Schule wird ein Set aus FFP2-Masken zur Verfügung gestellt, damit geht das Kultusministerium auf eine mehrfache Forderung des Bayerischen Philologenverbands (bpv) ein. Der Vorsitzende des bpv, Michael Schwägerl, äußert sich am Rande der virtuellen Vertreterversammlung des Verbands am Freitag in München. „Wir sehen es als positives Signal, dass nun die Sorgen der Lehrkräfte wahrgenommen werden. Die Lieferung der FFP2-Masken darf aber kein einmaliger Aufschlag sein. Es zählt Nachhaltigkeit statt Einmaligkeit. Und mit den Masken dürfen die Anstrengungen im Bereich des Gesundheitsschutzes auch nicht abgeschlossen sein. Dass das Programm für die mobilen Raumluftreiniger so zögerlich angenommen wird, stellt uns nicht zufrieden. Beschlüsse und Richtlinien sind gut. Für Lehrer, Eltern und Schüler zählt aber, was unten ankommt. Wir bleiben hier weiterhin klar und eindeutig: Schulen können nur mit verstärktem Gesundheitsschutz offenbleiben“, sagte Schwägerl in der virtuellen Vertreterversammlung, an der über 160 Lehrkräfte aus ganz Bayern teilnehmen. Coronabedingt muss die Hauptversammlung, die heute in München stattgefunden hätte, als virtuelle Veranstaltung durchgeführt werden.

Digitale Kommunikation

Daneben fordern die Lehrkräfte weitere Anstrengungen im Bereich der digitalen Kommunikation, auch im Hinblick auf einen möglichen Distanzunterricht. Der bpv befürchtet hier eine immer größere Entgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit, Lehrer sollen immer öfter auf mehreren Kanälen dauernd erreichbar sein. Dies trägt entscheidend zur Überlastung der Kolleginnen und Kollegen bei. „Es braucht hier klar kommunizierte Regeln. Es muss Zeiträume und Kanäle geben, in denen Lehrkräfte für Fragen der Schüler und Eltern zur Verfügung stehen, aber auch klar definierte digitalfreie Zeiten“, fordert Schwägerl.

Systemadministratoren und Hardware für Lehrer

Ein „Dauerbrenner“ ist beim bpv auch die Frage nach der Wartung und Betreuung der Hardware an den Schulen. Im Juli 2020 gab es von der Politik Ankündigungen, an den Schulen sind die Systemadministratoren aber noch nicht angekommen. Noch immer müssen die Systembetreuer sich um die Hardware kümmern, diese sind aber in erster Linie Lehrer. „Es reicht nicht, dass die Kommune den Schulen palettenweise Hardware vor die Türe stellt“, stellt Schwägerl fest.


Virtuelle Vertreterversammlung am 20.11.2020