STATEMENT ZU DEN ABITURREGELUNGEN 2020 IN BAYERN

Michael Schwägerl, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv), kommentiert: „Die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte können sich jetzt voll auf das Abitur konzentrieren. Nach mehr als fünf Wochen ohne regulären Unterricht muss der Blick nach vorne gerichtet werden. Ziel ist ein angemessenes, faires und vergleichbares Abitur. Dazu gehören auch Regelungen, die Vorleistungen entsprechend zu würdigen, auch wenn nicht alle Leistungsnachweise erbracht sind. Es gilt jetzt, sich gezielt und gemeinsam auf die Prüfungen vorzubereiten.“
 
Schwägerl zeigt sich auch damit zufrieden, die bisherige Regelung der Termine beizubehalten: „Angesichts der aktuellen Situation ist es für alle Beteiligten von Vorteil, wenn die schriftlichen Abiturprüfungen am Gymnasium vor den Pfingstferien stattfinden und die mündlichen danach. Die Ferien dienen Schülern und Lehrern zur Vorbereitung auf das Kolloquium und verringern auf Lehrerseite den Zeitdruck bei der Korrektur.“ Zudem könne dann die Verabschiedung der Abiturienten noch im laufenden Schuljahr stattfinden.
 
Die jetzige Regelung ist überdies besonders für Berufliche Oberschulen wichtig: „Wenn man bedenkt, dass annähernd die Hälfte der Schüler an FOSBOS Abiturienten sind, liegen die organisatorischen Schwierigkeiten auf der Hand. Noch mehr als am Gymnasium müssen hier Schicht- und Raummodelle konzipiert werden, um die hygienischen Anforderungen zu erfüllen. Die Schwierigkeiten, bis Juni einen regulären Unterricht mit Klausuren und anderen Leistungsnachweisen organisieren zu müssen, wären ungleich höher gewesen“, schließt Schwägerl ab.