VERANKERUNG VON ALLTAGSKOMPETENZEN IN DER SCHULE

Statement des Bayerischen Philologenverbands (bpv) zu den heute vorgestellten Plänen des Ministerrats zur Verankerung von Alltagskompetenzen in der Schule

Michael Schwägerl, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv), der die Lehrkräfte an Gymnasien und Beruflichen Oberschulen vertritt, kommentiert: „Es ist richtig, das Thema Alltagskompetenz und Lebensökonomie projektartig an den Schulen umzusetzen und kein eigenes Schulfach einzuführen. Nur ein solcher fächerübergreifender Ansatz wird der Komplexität des Themas gerecht und bietet gleichzeitig genug Raum für Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort. So werden die Schulen bestärkt, die bereits existierenden Projekte zur Alltagskompetenz weiterzuführen und auszubauen.“

Nach Überzeugung Schwägerls muss jede Schule nicht nur organisatorisch, sondern auch inhaltlich eigene Schwerpunkte setzen dürfen: „Neben der versprochenen fachlichen Unterstützung durch qualifizierte Experten und Lehrerfortbildungen hängt der Erfolg des Konzepts ganz entscheidend von den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten durch die Einzelschule ab. Gerade beim Thema Ernährung und Umweltverhalten gibt es unterschiedliche Bedürfnisse, je nachdem, ob die Schule im ländlichen Raum oder in der Großstadt liegt und je nachdem, welche weiteren Angebote an den Schulen bereits existieren. Und auch die externen Partner profitieren: Durch die inhaltliche Freiheit können die Schulen ihr Netzwerk vor Ort ausbauen und intensivieren und sie können lokale Gegebenheiten besser ausnutzen. Freiheit in der Ausgestaltung ist Voraussetzung für gelingenden projektorientierten Unterricht.“