WERTSCHÄTZUNG FÜR SCHULLEITUNGEN UND LEHRKRÄFTE

Endlich: Spürbare Wertschätzung für Schulleitungen und Lehrkräfte

Philologenverband kommentiert Aussagen von Ministerpräsident Söder und Kultusminister Piazolo zu Leistungsprämien an staatlichen Schulen

Heute kündigten Ministerpräsident Söder und Kultusminister Piazolo an, wofür der bpv seit Langem eingetreten ist: Schulleitungen und Lehrkräfte, die sich während der Coronakrise durch besonderen Einsatz insbesondere bei der Digitalisierung des Unterrichts ausgezeichnet haben, erhalten eine Anerkennung.

Michael Schwägerl, Vorsitzender des bpv, kommentiert: „Es war überfällig, die enormen Leistungen von Schulleitungen und Lehrkräften finanziell zu würdigen. Gerade die Schulleiterinnen und Schulleiter waren – noch mehr als sonst – gefordert, die Schulfamilie zusammenhalten. Fortlaufend sind neue oder aktualisierte Vorschriften anzuwenden, die Hygienekonzepte vor Ort müssen umgesetzt werden, Eltern machen sich Sorgen um den Gesundheitsschutz ihrer Kinder und die Entscheidungen der Gesundheitsämter müssen berücksichtigt werden. Viele Entscheidungen müssen schnell getroffen und laufend überprüft werden. Unsere Schulleitungen brauchen diese Anerkennung dringend.“

Teamarbeit wird honoriert

Dass auch Tausende Lehrkräfte mit einer Sonderzahlung bedacht werden können, freut Schwägerl besonders: „Oftmals wurden im März vor Ort eigene digitale Lösungen in Windeseile gestrickt und Konzepte umgesetzt – von engagierten Kolleginnen und Kollegen neben ihren eigenen schulischen Verpflichtungen in ihrer Freizeit. Auch ihnen ist es zu verdanken, wenn das Lernen zuhause gut funktioniert hat. Diese Lehrkräfte haben ihr Wissen auch an andere weitergegeben und Kollegen intern geschult. Wenn Corona eines gezeigt hat, dann dass es den Lehrer als Einzelkämpfer nicht mehr gibt. Die Prämie ist für uns auch die Anerkennung der Teamarbeit in den Lehrerzimmern.“

FFP2-Masken für alle Lehrer

Dennoch treibt Schwägerl auch die Sorge um, dass der Präsenzunterricht nicht mehr aufrechterhalten werden kann, wenn zu viele Lehrkräfte in Quarantäne sind. Hier geben einige Gesundheitsämter Anlass zu vorsichtigem Optimismus, sie schicken die Lehrkräfte bei einem Coronafall in der Klasse nicht mehr sofort in Quarantäne, wenn diese FFP2-Masken getragen haben. „Es hilft nichts, wenn die Klassen zwar anwesend sind, aber die Lehrkräfte zuhause sein müssen. Deswegen sollten alle Lehrkräfte mit FFP2-Masken ausgestattet werden. Wenn einzelne Gesundheitsämter so handeln, dass Lehrkräfte mit FFP2-Schutz nicht mehr in Quarantäne müssen, müsste es im Interesse des Ministeriums sein, dies flächendeckend umzusetzen.“