STATEMENT DES BPV ZU DEN BESCHLÜSSEN DES KABINETTS

Michael Schwägerl, der Vorsitzende des bpv, kommentiert: „Die heutigen Beschlüsse des Kabinetts unterstreichen, wie wichtig Schule und Bildung ist. Uns darf es aber nicht so ergehen wie im Oktober. Wir sollten gelernt haben, dass das Virus schneller sein kann, als alle strategischen Überlegungen. Deswegen ist es positiv, dass die angedachten Öffnungen jetzt nicht Hauruck passieren. Wenn die Lage sich weiter verschlechtert, kann noch nachgesteuert werden.

Testen

Die oberste Priorität muss weiterhin sein: Flächendeckende Schulöffnungen darf es nur mit einer Verstärkung des Gesundheitsschutzes geben. Die heute vorgestellte Teststrategie kann dazu beitragen. Es ist aber völlig unverständlich, warum in Gebieten mit einer Inzidenz über 100 keine Testkits an die Schulen verteilt werden sollen. Noch dazu, da heute beschlossen wurde, dort die Abschlussklassen vollständig in den Präsenzunterricht zu holen. Dort muss doch mehr getestet werden!

Luft reinigen

In elf Tagen werden hunderttausende Schüler und Lehrer wieder in den Schulen sein. Leider wird es dann nicht tausende neuer Raumluftreiniger geben. An vielen Schulen stehen heute genauso viele Raumluftreiniger wie im Herbst, nämlich Null!

Impfen

Wechselunterricht bedeutet Impfangebot für Lehrkräfte. So sollte es eigentlich sein, das ist auch der Wunsch des Ministers. Dem Wunsch müssen aber endlich Taten folgen. Alle Beschäftigten an allen Schulen brauchen schnellstmöglich ein Impfangebot. Die Schularten dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Wechselunterricht

Eins muss klar sein: Wechselunterricht ist schlechter Präsenzunterricht. Er ist nicht die Lösung des Problems, sondern er reibt alle auf, er ist eine Notlösung. Wechselunterricht schafft für einen Teil der Schüler zwar ein Gefühl von Schule, er mindert aber die Qualität des Distanzunterrichts, weil er die seit vielen Wochen eingeführten Strukturen beseitigt. Deswegen stellen wir ganz klar fest: Sollten die Zahlen sich verschlechtern, muss der Wechselunterricht wieder eingestellt werden. Er kann ein Schritt zu nachhaltigen Öffnungen sein, ein Dauerzustand ist er nicht.”