JETZT ZUKÜNFTIGEN LEHRERMANGEL VERHINDERN!

Beratungen zum Doppelhaushalt: Referendarszahlen gehen um 45 Prozent zurück, 2025 kommt aber der große Lehrerbedarf

Die Referendar- und Jungphilologenvertretung (rjv) im Bayerischen Philologenverband (bpv) zeigt sich besorgt angesichts des vorgelegten Haushaltsentwurfs, der diese Woche im Haushaltsausschuss des Landtags beraten wird. Angelika Wildgans, Vorsitzende der rjv: „Natürlich ist es zunächst einmal positiv, dass die 1000 zusätzlichen Lehrerstellen, die für das neue G9 benötigt werden, bereits jetzt fest im Stellenplan als bis 2025 gesperrte Stellen verankert sind. Andererseits gibt uns sehr zu denken, dass im Haushaltsentwurf in den kommenden beiden Jahren mit einem massiven Rückgang der Referendarszahlen am Gymnasium von rund 3800 im Jahr 2018 auf knapp 2100 im Jahr 2020 gerechnet wird. Zu allem Überfluss zeigen auch die Studierendenzahlen, dass die Zahl der angehenden Lehrkräfte am Gymnasium weiter schrumpft. Unsere große Sorge ist daher: 2025 stehen zwar Planstellen auf dem Papier, es gibt aber keine dazugehörigen Köpfe.

Die rjv als Vertreter der jungen Lehrkräfte fordert den Landtag als Souverän daher auf, diese Warnsignale nicht zu ignorieren, sondern zu handeln: Bereits jetzt müssen diese gesperrten Planstellen maßvoll aktiviert werden, d.h. Lehrkräfte eingestellt und so kontinuierlich in die Schulen eingespeist werden, sonst droht im Jahr 2025 ein gravierender Lehrermangel am Gymnasium. Denn die heute nicht übernommenen Kolleginnen und Kollegen werden bis dahin abgewandert sein, entweder in andere Bundesländer, in andere Schularten oder in andere Berufe. Es gilt, diese bestens qualifizierten Lehrkräfte für das bayerische Gymnasium zu erhalten! Zusätzliche Ressourcen, die sich vorübergehend ergeben, können hervorragend für die Entwicklung von Konzepten und die Fortbildung der Lehrkräfte vor Ort im Rahmen des Masterplans zur Digitalisierung eingesetzt werden. Eine win-win-Situation!“


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