500 MILLIONEN EURO FÜR SCHÜLERCOMPUTER

Statement des Bayerischen Philologenverbands zur Meldung: Bund stellt 500 Millionen Euro für Computer von Schülern bereit

Michael Schwägerl, Vorsitzender des bpv, kommentiert: „Es ist ein positives Signal, dass der Bund jetzt Gelder zur Verfügung stellt. Aus unserer Sicht darf hier aber nicht mit der Gießkanne vorgegangen werden: Es sollten nur Geräte bezuschusst werden, die echtes digitales Arbeiten, also mit Tastatur und Maus, ermöglichen. Wir wollen nicht, dass vom Zuschuss lediglich ein neues und aktuelleres Smartphone finanziert wird. Die staatlich subventionierte technische Aufrüstung muss sich beim digital gestützten Lernen bemerkbar machen. Das heißt: Großer Bildschirm, Eingabegeräte, Headsets und eine gute Internetverbindung zuhause und nicht nur Inklusivvolumen über das Handy.“

Und was ist mit den Lehrern?

Digital gestütztes Lernen und Lernen zuhause kann aber auch auf Lehrerseite scheitern. Schwägerl ergänzt: „Auch Lehrkräfte müssen zeitnah mit der notwendigen Technik ausgestattet werden. Momentan sind oftmals Videokonferenzen nicht möglich, weil es keine angemessene Ausstattung mit Webcams gibt, für sinnvolle Lerneinheiten mit Schülern sind außerdem bei Lehrkräften Tablets mit Stift notwendig, der bpv fordert dies schon seit Längerem. Wenn das Lernen zuhause noch andauert, und so sieht es momentan aus, dann muss jetzt auch ein neuer Aufschlag bei der Technik und bei sicheren, rechtlichen Rahmenbedingungen kommen.“


(C) bpv - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken