KLARE PERSPEKTIVEN FÜR KÜNFTIGE LEHRKRÄFTE

Fehlen bald hunderte Referendare an den Schulen?

Die Referendar- und Jungphilologenvertretung (rjv) im Bayerischen Philologenverband (bpv) befürchtet, dass zum September nur ein Bruchteil der Referendare in die Schulen startet. Denn zu diesem Zeitpunkt wird von vielen Kandidaten trotz abgeschlossener, schriftlicher Prüfungen kein Ergebnis vorliegen, weil die Korrekturzeiträume verkürzt sind. Wegen der Coronakrise mussten die Prüfungen um mehrere Wochen verschoben werden. „Wer kein bestandenes 1. Staatsexamen vorweist, darf normalerweise nicht ins Referendariat starten. Dieses Jahr muss diese strikte Regelung aber ausnahmsweise durch eine flexible, unbürokratische Sonderregelung ersetzt werden“, fordert Quirin Borchert, der Vorsitzende der rjv.

„Für die Schulen ist der Nachwuchs unverzichtbar“, meint Borchert. „Der Staat kann sich keinen Minimaljahrgang an jungen Lehrkräften leisten, nur weil diese – unverschuldet - nicht rechtzeitig ein Examenszeugnis vorlegen können. Hinzu kommt noch, dass es nächstes Schuljahr einiges aufzuarbeiten gibt, wofür jede Lehrkraft gebraucht wird.“

Lösung: Allen den Zugang auf Widerruf ermöglichen

Die rjv sieht momentan nur eine Lösung: „Wir fordern, dass allen Kandidaten der Start ins Referendariat auf Widerruf ermöglicht wird, bei denen es trotz vielleicht fehlender einzelner Noten klar ist, dass sie das Examen bestanden haben. Dieses Problem muss jetzt gelöst werden, denn die angehenden Lehrkräfte stecken mitten im Examen. Daher sollte ihnen schnell eine Perspektive gegeben werden und die belastende Frage nach dem Schuleinstieg eine Antwort finden.“


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