Gymnasiale Lehrerbildung


Vorwort:

Liebe Leserinnen und Leser,

gymnasialer Unterricht – das ist vor allem eines: Die Entwicklung von Denk- und Problemlösungsstrategien, neben dem Erwerb von vertieftem Fachwissen natürlich. Eine grundlegende Offenheit, die Akzeptanz individueller Lösungswege und die Förderung kreativer und alternativer Lösungsansätze sind deshalb zentrale Unterrichtsprinzipien für gymnasialen Unterricht, von der fünften Jahrgangsstufe an und durchgängig bis zum Abitur. Schließlich hat gymnasiale Bildung ein klares Ziel: Die Studierfähigkeit der jungen Menschen.

Dieses Ziel defi niert zugleich die Anforderungen an die Ausbildung von Gymnasiallehrkräften:
An den Gymnasien unterrichten Akademiker, die in zwei Fachwissenschaften und den Berufswissenschaften den höchsten universitären Standards genügen. Nur die Beibehaltung der fachwissenschaftlichen Ausbildung auf dem bisherigen hohen Niveau kann die Grundlage für guten Unterricht liefern – ein Maßstab, der auch weiterhin beibehalten werden muss.

Die Reduzierung fachwissenschaftlicher Inhalte, die Angleichung der Lehrerbildung und ein fl exibler Lehrereinsatz – Wege, die in anderen Bundesländern beschritten werden – gehen hingegen auf Kosten einer hohen Bildungsqualität und damit auf Kosten der Schülerinnen und Schüler. Ihre Bedürfnisse sind so vielfältig, dass es nur folgerichtig und konsequent ist, Lehrkräfte mit spezifi schem „Handwerkszeug“ für ihren späteren Berufsalltag zu rüsten!

München, im Februar 2015
Max Schmidt

Erster Vorsitzender
des Bayerischen Philologenverbandes


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