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Lehrermangel an Gymnasien und FOSBOS

Das neunjährige Gymnasium, das 2025/26 seinen Vollausbau erreicht, das Schließen von Wissenslücken bei den Schülerinnen und Schülern aufgrund der Pandemiezeit, der höhere Bedarf an Beratungslehrkräften und Schulpsychologen, der zusätzliche Personalbedarf für die Beschulung von Flüchtlingskindern und viele weitere Belastungsfaktoren generieren einen Lehrerbedarf an allen bayerischen Gymnasien, der mit dem aktuellen Angebot nicht mehr gedeckt werden kann - zumal die Studierenden- und Referendarszahlen für das Lehramt an Gymnasien seit Jahren rückläufig sind. 

An den bayerischen Gymnasien ist dadurch ein massiver Lehrermangel absehbar, der über das Schuljahr 2025/26 fortdauern und neben dem längst bestehenden Lehrermangel an den Beruflichen Oberschulen sowie den anderen Schularten zu weiteren negativen Folgen führen wird. Durch vorausschauendes Handeln und einen umfassenden Maßnahmenkatalog können negative Auswirkungen auf das schulische Leben und die Schulgemeinschaft weitgehend vermieden werden. 

bpv setzt sich seit Jahren aktiv gegen Lehrermangel ein

Der Bayerische Philologenverband setzt sich seit Jahren für einen aktiven und konstruktiven Umgang mit dem Lehrermangel ein. Es ist eine sehr gute Nachricht, dass der bpv bereits die Hälfte seiner berufspolitischen Forderungen zu diesem Thema (siehe ergänztes Positionspapier der HVS 2024) erfolgreich einbringen und mit ihnen überzeugen konnte. Im Unterschied zu den Grund-, Mittel- und Förderschulen, die neben Kürzungen des Budgets vor allem dienstrechtliche Zwangsmaßnahmen bei Teilzeit, Beurlaubung und Antragspensionierung hinnehmen mussten, haben wir Gymnasiallehrkräfte es selbst in der Hand. Wir setzen auf Schulterschluss und Dialog, auf regionalspezifische Lösungen und auf Freiwilligkeit statt auf vermeintlich einfachere zentrale Pauschalmaßnahmen. Wenn es an jeder Schule vor Ort gelingt, die organisatorischen Rahmenbedingungen für Vollzeit- und Teilzeitkräfte so zu gestalten, dass bayernweit im Durchschnitt die Teilzeit um eine Stunde aufgestockt wird, werden Schulen sogar in die Lage versetzt, Kürzungen im Budget zu vermeiden. 

Das ändert nichts daran, dass die Bewältigung der Deckungslücke an den staatlichen Gymnasien von mehr als 1.100 fehlenden Vollzeitstellen im Schuljahr 2025/26 ein Kraftakt ist, wie der bpv in einer Pressemitteilung gemeinsam mit der Direktoren- und der Landeselternvereinigung betont hat. Es müssen für uns Lehrkräfte weitere Entlastungsmöglichkeiten geschaffen werden, wie z.B. über eine “Projektbremse”: Für jedes neue Projekt muss ein altes wegfallen! 

Reden, erklären, überzeugen: HPR an Bayerns Gymnasien unterwegs

Die bpv-Hauptpersonalräte Dagmar Bär, Ina Hesse, Julian Lohr und Benedikt Karl sind seit Monaten in ganz Bayern unterwegs und referieren auf Personalversammlungen über den Personalmangel. Wenn Sie einen Hauptpersonalrat an Ihre Schule einladen möchten, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

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